Handbiker machen sich in Osterburg fit für Berlin / Infonachmittag geplant

Auf drei Rädern unterwegs

Die Handbiker ließen sich gestern mit der sportpädagogischen Mitarbeiterin Andrea Ohle fotografieren. Im Vordergrund ist ein Handbike zu sehen. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte am morgigen Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr vorbeischauen. Foto: Ziems

Osterburg. Bei gutem Wetter tägliches Training, 350 bis 400 Kilometer pro Woche und eine Durchschnittgeschwindigkeit von bis zu 42 km/h – Handbiken ist ein Ausdauersport, der relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Zumindest wenn Erfolge erreicht werden wollen.

Natürlich ist aber der Spaß die wichtigste Grundlage. Die Sportart bietet für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit eine Reihe von Vorteilen. Dazu zählen Gemeinschaft und Integration. Denn Handbiker sind nicht nur unter sich, sondern können auch ohne Probleme mit Fahrrädern mithalten. Somit sind beispielsweise Ausflüge im Freundeskreis kein Problem. Zu den Vorzügen zählt auch gemeinsamen Trainieren, das natürlich die Chance eines Erfahrungsaustausches bietet. Und genau darum sind Mitglieder des HCT Magdeburg derzeit in Osterburg, um sich für den Berlin-Marathon, der vom 24. bis 25. September in der Hauptstadt organisiert wird, intensiv vorzubereiten. Die Landessportschule bietet optimale Möglichkeiten. Nach der Anreise am Sonntag ging es gestern nach Arendsee. Die Teilnehmer schätzen dabei Straßen mit wenig Verkehr. Denn die Fahrten sind nicht ganz ungefährlich.

Auch die dreiräderigen Gefährte können umkippen. Damit Kraftfahrer die Handbiker rechtzeitig sehen, werden Fähnchen und Reflektoren eingesetzt. Außerdem vermeiden es die Sportler, bei schlechter Sicht zu fahren. „In diesen Situationen bietet die Landessportschule gute Alternativen“, weiß Handbiker Peter Fuhrmann die Vorzüge zu schätzen. Dazu zählt der Kraftraum sowie die Schwimmhalle. Bis Freitag wollen die Handbiker diese Chancen, ihren Bewegungsdrank trotz körperlicher Einschränkung auszuleben, gemeinsam nutzen.

Wer mehr über diese Sportart erfahren möchte, sollte am morgigen Mittwoch, 14. September, in der Landessportschule vorbeischauen. Dort wird von 14 bis 18 Uhr ein Informationsnachmittag geboten. „Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen und freuen uns über jeden Besucher“, so Peter Fuhrmann. Interessierte können sich zum Beispiel über ein Handbike, das von der Mechanik her ähnlich wie ein Fahrrad funktioniert und auch mehrere Gänge hat, informieren. Infos gibt es auch über spezielle Anbauten, die an normale Rollstühle angebracht werden können.

Von Christian Ziems

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