Höhere Kosten ab Januar: Waldmärkerschaft strukturiert um

Drei Förstereien weniger

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Förster wie Martin Groffmann besprechen mit Waldbesitzern wie Jürgen Behn (links), was an Holz eingeschlagen werden sollte. Oder Groffmann organisiert mit BBS-II-Schulleiterin Annette Due ein Entkusseln von Flächen. Künftig will die Waldmärkerschaft mit weniger Förstern auskommen.

Uelzen/Landkreis. Die Waldmärkerschaft Uelzen, die als eingetragene Genossenschaft private Waldbesitzer in der Region betreut, strukturiert um. Drei Bezirksförstereien werden aufgelöst und anderen zugeschlagen.

Künftig werden damit weniger Förster für teils größere Waldflächen und für mehr Waldbesitzer zuständig sein. Als Grund nennt Dr. Markus Hecker, hauptamtlicher Vorstand der Waldmärkerschaft Uelzen, einen neuen Beratervertrag zwischen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Waldmärkerschaft. Über diese Vereinbarung wird die Betreuung der privaten Waldbesitzer bezüglich der Pflege und des Holzeinschlags durch die Förster geregelt, die Beamte des Landes sind. „Der bislang geltende Beratervertrag wurde von der Landwirtschaftskammer zum Jahresende einseitig gekündigt“, so Markus Hecker. Der neue Vertrag sehe Konditionen vor, wonach die Waldmärkerschaft mehr bezahlen müsse. Mit der Umstrukturierung wolle man durch weniger Personaleinsatz und größere zu betreuende Flächen die Kostensteigerung nun auffangen.

Von den Veränderungen sei aber die Landwirtschaftskammer wenig erbaut, weil sie damit zu klären habe, was aus den Förstern werde, deren Bezirke die Waldmärkerschaft auflöse, so Hecker. Armin Menge als Leiter des Forstamtes Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erklärt dazu, dass die betroffenen Förster in anderen Teilen des Landes Aufgaben übernehmen werden. Die Kündigung des bisherigen Beratervertrages bestätigt er. Damit sei man Vorgaben des Landes nachkommen. „Es soll künftig nur noch einheitliche Beraterverträge im gesamten Land geben“, so Menge. Die Neuordnung der Bezirksförstereien erfolgt in zwei Schritten: Zum 1. Januar wird die Bezirksförsterei Wrestedt aufgelöst, werden ihre Gemarkungen an umliegende Förstereien angegliedert. Die Bezirksförsterei Eimke wird zum Teil anderen Förstereien zugeordnet und zum Teil durch einen privaten Waldmärker-Förster betreut. Im Jahr 2015 werden die Waldflächen der Bezirksförsterei Molzen den Förstereien Bevensen, Boecke und Suhlendorf zugeschlagen.

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