Norma will vom Süden umziehen / Stadtrat entscheidet am 15. Februar

Discounter für Osterburgs Norden

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In diesem Bereich soll der Einzelhandelsmarkt für das nördliche Osterburger Stadtgebiet gebaut werden.

Osterburg. Der Osterburger Norden soll endlich einen Nahversorger erhalten. Gebaut werden soll der Einzelhandelsmarkt direkt an der Kreuzung der Bundesstraße 189 und der Krumker Straße.

Über den erforderlichen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 8 „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ hatte der Osterburger Bau- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Montagabend in seiner gemeinsamen Sitzung mit dem Ortschaftsrat der Biesestadt zu entscheiden. Dabei fiel das Meinungsbild für die mögliche Discounter-Ansiedlung ebenso eindeutig wie das Votum der Kommunalpolitiker aus – ohne Enthaltung und Gegenstimme.

So könnte der zukünftige Discounter aussehen.

Vor der Beschlussfassung stellte Jennifer Gores, Entwicklungsleiterin vom Norma-Logistikzentrum Mittelelbe in Magdeburg, die aktuelle Situation und den Planungsstand aus Sicht des einzig interessierten Investors dar. Dabei wurde deutlich, dass für den Discounter eine Erneuerung und Erweiterung durch Abriss und Neubau am aktuellen südlichen Standort (Kreuzung B 189/Ballerstedter Straße) eigentlich die erste Wahl gewesen wäre. Doch dieses Ansinnen wurde vom Landkreis abgelehnt. Zwar sei Norma mit dem derzeitigen Standort sehr zufrieden, allerdings „am Ende unserer Kapazität“, so Gores. Und auch optisch sei der Markt „nicht mehr schön“.

Im Gespräch mit der Osterburger Stadtverwaltung wurde deshalb ein Kompromiss gesucht: Die Biesestadt wollte unbedingt einen Lebensmittel-Einzelhändler für das nördliche Stadtgebiet haben. Für Norma kam aber nur ein unmittelbar an der B 189 gelegener Standort in Frage.

Als Lösung wurde schließlich das „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ an der Kreuzung B 189/Krumker Straße gefunden. Auch wenn die Standort-Verlagerung für einen Einzelhändler immer mit einem Risiko verbunden ist, würde Norma angesichts der unbefriedigenden Situation im Süden dieses Risiko eingehen, sagte Gores. Der Lebensmittel-Discounter plane eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern sowie weitere 150 bis 200 Quadratmeter für einen Bäcker und einen Fleischer. Nach dem einstimmigen Votum des Bau- und Wirtschaftsförderungsausschusses beschäftigt sich der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften heute mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Diesbezüglich das letzte und entscheidende Votum muss am 15. Februar der Osterburger Stadtrat abgeben.

Von Frank Schumann

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