Festkomitee der erneuerten Sekundarschule bereitet großen Besuchertag vor

Digitale Tafel, Mode, Café und der olle Karl Marx

Karl Marx zeigt sich nahe der um- und ausgebauten Sekundarschule in Osterburg leicht vom Rost der vergangenen Jahrzehnte angefressen. Eine Tafel erinnert an den kommunistischen Theoretiker, der 1818 in Trier geboren wurde und 1883 in London starb.

Osterburg. Nein, nein, wenn sich die um- und ausgebaute Sekundarschule Osterburg in vier Wochen einer breiten Öffentlichkeit vorstelle, dann werde sie unverändert und wie in den Jahrzehnten zuvor den Namen „Karl Marx“ tragen, erklärt Bärbel Gagelmann.

In der jüngeren Vergangenheit habe es intern zwar immer wieder einmal eine Diskussion darüber gegeben, ob der Lernort vielleicht anders heißen soll oder ob eine Schule überhaupt einen Namen haben muss, doch bislang blieben diese Überlegungen ohne konkretes Ergebnis. „Wenn da überhaupt etwas passieren sollte, muss das alles sehr gut überlegt sein“, formuliert die erfahrene Deutsch- und Geschichtslehrerin im Gespräch mit der AZ zurückhaltend. Irgendwelche Gräben sollten nicht entstehen.

Die Pädagogin hat momentan auch ganz andere Dinge im Kopf. Der Tag der offenen Tür am 8. November will gut vorbereitet sein. Sie steht dem Festkomitee vor. „Wir wollen den Eltern und weiteren Gästen zeigen, was sich bei uns verändert hat.“ Das einst mausgraue Gebäude aus DDR-Zeiten ist in der Tat kaum wiederzuerkennen. Sehenswert sind nicht nur die interaktiven Tafeln. Der Chor der Schule lässt sich von der neuen Atmosphäre anstecken und studiert unter Leitung von Musiklehrerin Gundula Sommerfeld ein buntes Programm ein. Im Hauswirtschaftsbereich soll für die Gäste gekocht und gebraten werden. „Was da auf den Tisch kommt, wird noch nicht verraten.“ Der Näh- und Webraum, sozusagen eine der kreativen Quellen der Bildungsstätte, soll an diesem Tag ebenfalls für Besucher offenstehen. Jugendliche bereiten für den besagten Freitag sogar eine kleine Modenschau vor. Auch das im Aufbau befindliche Schülercafé könnte erste gute Eindrücke hinterlassen. Ein extra angefertigter Flyer soll schon bald für den Aktionstag werben und alle Angebote für die Zeit von 12 bis 18 Uhr vorstellen. Gagelmann: „Vielleicht fällt uns ja noch mehr ein. Alle interessierten Bürger können sich jedenfalls schon jetzt auf uns freuen.“

Von Marco Hertzfeld

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