Eigenanteil von 60 000 Euro könnte zum Hindernis für Bauvorhaben werden

Uchtebrücke bleibt im Blickfeld

Die Brücke in Walsleben ist derzeit nicht passierbar
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Ein Gitter versperrt den Weg auf die sanierungsbedürftige Brücke: Für einen Neubau müsste die Hansestadt Osterburg einen Eigenanteil von 60 000 Euro zur Verfügung stellen.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Zum Altmärkischen Heimatfest vor zwei Jahren hatte Osterburgs Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (FW) zugesichert, dass die Brücke über die Uchte gebaut wird, doch dies scheiterte bekanntlich kurzfristig. Nun ist erneut Bewegung in das Vorhaben gekommen, doch ob das Vorhaben auch realisiert werden kann, ist nicht sicher, denn es hängt am lieben Geld.

Osterburg –„Während der Haushaltsberatungen, die ja gerade beginnen, wird sich zeigen, ob die Brücke gebaut werden kann“, sagt der Osterburger Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Anfrage gegenüber der AZ. Nur wenn der Eigenanteil zur Finanzierung gestemmt werden kann, ist eine Realisierung des Vorhabens möglich. Es geht dabei um einen Betrag von 60 000 Euro, den es bereitzustellen gilt. „Erst wenn das Geld bereitgestellt und der Haushalt verabschiedet wird, kann ein Förderantrag gestellt werden“, informiert Köberle weiter. Wie er weiter ausführt, ist der mögliche Bau der Brücke unabhängig davon zu sehen, dass die Landesstraßenbaubehörde mit Unterstützung der hierfür nicht zuständigen Stadt Osterburg den Bau eines Radweges zwischen Düsedau und Walsleben vorantreibt (die AZ berichtete). Gestern fand eine erste Haushaltsberatung per Videokonferenz statt, somit kann Köberle verständlicherweise nicht genau einschätzen, wie realistisch der mögliche Bau der Brücke ist, doch eine grobe Einschätzung des Sachstandes ist ihm dennoch zu entlocken: „Es könnte knapp werden“, meint der Bauamtsleiter mit Blick auf das auch aufgrund der Corona-Pandemie schmale Budget der Hansestadt Osterburg.

Die Brücke in der Nähe des Sportplatzes ist schon seit Jahren nicht passierbar. Große Schilder warnen vor Lebensgefahr, die beim Betreten der abgesperrten Brücke bestehe. Fußgänger und Radfahrer nutzen das weitläufige Gelände in dem Waldgebiet bei Walsleben gerne als Naherholungsgebiet. Durch die Sperrung der Brücke müssen Spaziergänger und auch Radfahrer andere und längere Routen wählen.

Unmittelbar nach dem Altmärkischen Heimatfest, schien das Vorhaben zunächst einmal für längere Zeit auf Eis zu liegen. Mit dem nun entdeckten Förderprogramm könnte das Vorhaben im kommenden Jahr letztlich auf den Weg gebracht werden.

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