Tierschützerin will Tiere vom Markt nach Cobbel holen und bittet um Spenden

„Die Pferde gehen in Polen durch die Hölle in den Tod“

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Eine Altmärkerin und ihre Schützlinge: Dass sie ein gutes Händchen für Pferde hat, davon ist Angela Jackowski fest überzeugt und engagiert sich seit fast 15 Jahren stärker im Tierschutz.

Cobbel. „Ich weiß, dass ich nicht alle geschundenen Tiere dieser Welt aufnehmen kann, doch jedes einzelne Leben zählt“, sagt Angela Jackowski und streicht einem ihrer Schützlinge über den Kopf. Die Tierschützerin aus Cobbel ist in Gedanken bereits in Polen.

Meistens im Februar oder März werden bei einem Volksfest in Skaryszew viele Hunderte Vierbeiner zum Kauf angeboten. Für die 61-Jährige handelt es sich um einen der schlimmsten Pferdemärkte Europas. „Die meisten Tiere werden von Schlachthändlern der Pferdefleischmafia aufgekauft“, ist sie überzeugt. Die Südaltmärkerin will einige Pferde vor diesem Schicksal bewahren, erwerben und zu sich auf den Pferdeschutz- und Gnadenhof holen. Dort leben derzeit 16 Tiere. Für den Zuwachs bittet sie schon jetzt um Spenden. „Schon allein die ganze Aktion kostet Geld: der Kauf, die Quarantäne, der Transport und anderes mehr. “.

Jackowski hat den Markt in Skaryszew selbst noch nicht besucht. „Diese Veranstaltung ist unter Tierschützern aber bekannt. Im Internet gibt es einiges an Filmmaterial. Die Pferde gehen in Polen durch die Hölle in den Tod.“ Oft hätten die Tiere bereits Hunderte Kilometer Transport in eisiger Kälte, ohne Wasser und Futter hinter sich. Angekommen, fielen viele Pferde verletzt, krank oder völlig erschöpft vom Wagen. „Aber es gibt kein Mitleid, keine Hilfe für gequälte Geschöpfe.

Von Marco Hertzfeld

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