Robert-Koch-Institut fasst Definition „enge Kontaktperson“ neu 

Osterburg: Sitzungen sollen draußen stattfinden

Sitzung des Stadtrates in Osterburg unter Corona-Bedingungen
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Sitzungen in geschlossenen Räumen sollen vorerst nicht stattfinden, hat die Osterburger Stadtverwaltung entschieden. Deshalb wurden mehrere Gremiensitzungen auf Mai verschoben und sollen im Freien stattfinden.
  • Tobias Henke
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Ursprünglich sollten in der kommenden Woche alle Ausschüsse der Einheitsgemeinde Osterburg tagen, doch zwei der Termine wurden bereits auf Mitte Mai verschoben.

Auch der Kulturausschuss wird aller Voraussicht nach nicht in dieser Woche stattfinden. Grund ist, dass das Robert-Koch-Institut vor etwa zwei Wochen die Bestimmungen neu definiert hat, wann es sich um eine „enge Kontaktperson“ handelt. Demnach ist es bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nun so, dass alle Personen in Quarantäne müssen, falls es bei einer Veranstaltung in geschlossenen Räumen bei einer Person eine Corona-Infektion auftritt.

„Wir haben uns mit den Ausschussvorsitzenden zusammengesetzt und entschieden, dass wir niemandem diesem Risiko aussetzen wollen, dass er in Quarantäne muss, nur weil er an einer Veranstaltung in einem geschlossenen Raum teilgenommen hat“, ist von Detlef Kränzel, stellvertretender Bürgermeister der Hansestadt Osterburg, zu erfahren. Man habe sich daher entschieden, die Sitzungen um zwei Wochen zu verschieben. Sie sollen dann voraussichtlich im Innenhof der Stadtverwaltung unter freiem Himmel nachgeholt werden. Im Freien gelten weniger strenge Empfehlungen des RKI, da sich das Virus dort weniger verbreitet. „Das RKI erlässt keine Gesetze oder Verordnungen“, sagt Edgar Kraul zwar, Sprecher des Landkreises Stendal. Aber in aller Regel würden sich die Behörden bei der Anordnung von Quarantänemaßnahmen daran orientieren.

Michael Handtke, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten, wünscht sich, dass das Wetter Mitte Mai Sitzungen im Freien zulässt. „Zur Not können wir ja ein Zelt aufstellen.“ Laut Handtke habe man sich auch darauf verständigt, weiter an Präsenzveranstaltungen festzuhalten und nicht auf Sitzungen per Videokonferenz zu setzen, wie es beispielsweise bei einzelnen Sitzungen in Tangerhütte der Fall ist (AZ berichtete). Neuer Termin für die Sitzung des Finanzausschusses ist nun Dienstag, 11. Mai. Noch nicht endgültig bestätigt ist laut Detlef Kränzel der 13. Mai als Termin für den Kulturausschuss.

Auch die Ortschaftsratssitzungen sind von den neuen Überlegungen der Stadt betroffen. So berichtet Rossaus Ortsbürgermeister Bernd Drong, dass die für gestern Abend geplante Ortschaftsratssitzung kurzfristig ausfallen musste. Stadtkämmerer Kränzel war zu der Sitzung eingeladen und Bürgermeister Nico Schulz (FW) habe angeordnet, dass Veranstaltungen, an denen Funktionsträger der Stadt teilnehmen, in geschlossenen Räumen nicht mehr stattfinden dürfen.

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