Ortschaftsräte nutzen Gelder für kleinere Projekte oder sparen Mittel an

Investitionen in Corona-Zeiten

Das Wettschälen gehört bei jedem Stadt- und Spargelfest mit dazu. Im letzten Jahr musste das Spargelfest ausfallen.
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Das Stadt- und Spargelfest (Foto) ist im vergangenen Jahr wegen Corona ausgefallen. Auch kleinere Dorffeste konnten nicht stattfinden. Für diese wurden in der Vergangenheit oftmals die Ortschaftsratsmittel genutzt.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Im vergangenen Jahr wurde die Verteilung der Finanzmittel für die Ortschaften auf eine neue Berechnungsgrundlage gestellt. Insgesamt wurde die Summe für alle Osterburger Ortschaften um knapp 5000 Euro angehoben. Häufig werden Teile der Gelder für Feiern im Dorf oder auch für kleine Präsente anlässlich runder Geburtstage verwendet. Aufgrund der Corona-Pandemie ist an Dorffeste und Ähnliches derzeit nicht zu denken. Da stellt sich die Frage, wofür die Ortschaften die ihnen zugewiesenen Gelder verwenden.

„Wir werden das Geld wohl für das nächste Jahr sparen und werden die Finanzmittel wahrscheinlich für unser Dorffest verwenden und dieses dann in einem etwas größeren Rahmen feiern“, hofft Erxlebens Ortsbürgermeister Steffen Seifert darauf, dass dies im kommenden Jahr möglich sein wird. Dass die Mittel für die Ortschaftsräte aufgespart werden dürfen, sei mit Kämmerer Detlef Kränzel abgesprochen. Insgesamt stehen der Ortschaft 2500 Euro zur Verfügung.

In Ballerstedt dagegen gibt es mehrere kleine Projekte, für die das Geld eingesetzt werden soll. So stellt die Stadt Osterburg für das laufende Jahr 10000 Euro für die Gestaltung des örtlichen Spielplatzes zur Verfügung. „Mit unseren Planungen, wofür das Geld ausgegeben wird, liegen wir knapp über diese Summe“, informiert Ortschef Bernd Pudell auf Anfrage. Dafür sollen Gelder aus den Mitteln des Ortschaftsrates genutzt werden. Bei der Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses beteiligt sich die Ortschaft an den Kosten für den neuen Anstrich. Außerdem möchte sich der Ortschaftsrat an Präsenten beteiligen, die anlässlich von Geburtstagen ab 80 Jahren regelmäßig von der Stadt Osterburg an die Jubilare geschickt werden.

Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose sagt gegenüber der AZ, dass man sich mit der Frage, wofür die Gelder verwendet werden sollen, in der nächsten Ortschaftsratssitzung beschäftigen wolle. Gose betont, dass er niemanden vorgreifen wolle und die Gelder nur nach Mehrheitsbeschluss des Gremiums ausgegeben werden dürfen, Ideen habe er aber dennoch. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir Aktionen wie die Pflanzung der Frühjahrsblüher auf dem Hilliges-Platz in diesem Jahr in einem noch etwas größeren Rahmen vornehmen.“ Etwa 250 Euro waren dafür im November 2020 ausgegeben worden. Darüber hinaus könnte Gose sich vorstellen, einige Straßenlaternen mit einer Grünbepflanzung zu verschönern. Darüber wird der Ortschaftsrat in der nächsten Sitzung sprechen.

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