Ortsbürgermeister zeigen sich unzufrieden 

Weiter Ärger um Laubcontainer

Auf dem Recyclinghof dürfen einige Anwohner ihr Laub entsorgen. Dies gilt jedoch nur für wenige Straßen
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Einige wenige Bürgern der Ortschaft Osterburg können ihr Laub zu einem Container bringen, der auf dem Wertstoffhof der Stadtwerke an der Ballerstedter Straße bringen.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Die städtische Laubentsorgung ist eine freiwillige Aufgabe. Dies hatte Bauamtsleiter Matthias Köberle in der Stadtratssitzung im September auf Nachfrage erneut klargestellt, als es kritische Nachfragen von Flessaus Ortsbürgermeister Stefan Brehmer hinsichtlich der Lösung, die die Stadt künftig bei der Entsorgung auch vor dem Hintergrund anbietet, dass die Biotonne inzwischen kostenpflichtig ist (die AZ berichtete). Neben Brehmer sehen weitere Ortsbürgermeisterkollegen es kritisch, dass in der gesamten Einheitsgemeinde nur fünf Container aufgestellt werden.

Osterburg – Erxlebens Ortsbürgermeister Steffen Seifert kritisiert die seiner Meinung nach vorhandene Ungleichbehandlung der Ortschaften. „Noch spielt das Thema keine so große Rolle, aber das liegt halt auch daran, dass noch kein Laub fällt“, meint Seifert, der etwa auf die Bushaltestelle verweist, an der kommunale Bäume stehen würden. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum das in den Ortschaften so unterschiedlich gehandhabt wird.“ Die Stadt hatte dies damit begründet, dass nur in wenigen Ortschaften der Bedarf an kommunaler Laubentsorgung hoch sei und man auch auf die Kosten von bis zu 800 Euro pro Container habe achten müssen. Königsmarks Ortschef Rainer Moser sieht das Ganze etwas gelassener. „Sicherlich wird es Leute geben, denen durch die nun kostenpflichtige Laubentsorgung eine finanzielle Belastung entsteht, aber viele werden das nicht sein.“ Auch verweist er darauf, dass die Stadt sich etwa um die Laubentsorgung in der Kindertagesstätten der Ortschaft kümmert.

Flessaus Ortsbürgermeister Steffen Brehmer erhofft sich, dass die jetzt getroffenen Maßnahmen im kommenden Jahr rechtzeitig evaluiert werden. „Das sollte dann am besten im Frühjahr oder Sommer passieren.“ Nach seiner Kenntnis sollte die künftige Laubentsorgung eigentlich schon im vergangenen Jahr erprobt werden. „Die Erprobung hätte schon längst abgeschlossen sein können“. Dass Flessau nicht mit einem Container bedacht wurde, kann Brehmer nach wie vor nicht verstehen. „Am Rande des Sportplatzes und entlang der Dorfstraße stehen zahlreiche Bäume, die der Kommune gehören.“ Walslebens Ortschefin hat ebenfalls eine klare Meinung zu der Thematik: „So kann es nicht weitergehen“, sagt Christine Klooß, die eine Ungleichbehandlung der Ortschaften sieht. „Vier Ortschaften werden von der Verwaltung unterstützt und die anderen nicht.“ Sie macht keinen Hehl daraus, dass sie mit der getroffenen Entscheidung der Verwaltung unzufrieden ist.

Vor allem mit Blick auf die Kosten hat sich die Verwaltung dazu entscheiden, nur in den vier Ortschaften Dequede, Dobbrun, Krevese und Rossau Laubcontainer aufzustellen, die dann von den Anwohnern genutzt werden können. Auch auf dem Recyclinghof der Stadtwerke Osterburg steht ein solcher Container, der jedoch nur von Anwohnern der Hainstraße, der Wallpromenade und der Heinrich-Eckholt-Allee zur Laubentsorgung genutzt werden darf.

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