Arbeitsreiche Zeit für Grünpfleger

Großflächig im Einsatz

Ein Arbeiter entfernt Unkraut im Bereich der Nordpromenade
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Die städtischen Grünpfleger, die zusätzlich auch noch wie hier im Bereich der Nordpromenade Hilfe von Dritten erhalten, sind für insgesamt 460000 Quadratmeter Grünflächen zuständig. Verzichten müssen sie seit 2019 auf den damals gestohlenen Kommunaltraktor.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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In der warmen Jahreszeit haben die Mitarbeiter um Stadtgärtner Norman Sengstock, die für das beim Bauamt angesiedelte städtische Grünflächenmanagement zuständig sind, besonders viel zu tun. Zumindest in technischer Hinsicht besteht Bedarf, um aufzurüsten oder besser gesagt, den Status quo wiederherzustellen.

Osterburg – Vor zwei Jahren wurde der städtische Kommunaltraktor gestohlen“, so Bauamtsleiter Matthias Köberle gegenüber der AZ. Im aktuellen Haushalt ist zwar Geld für einen Ersatz vorgesehen, doch ob das Geld letzten Endes auch zur Verfügung gestellt wird, steht noch in den Sternen, da die Stadt bei Investitionen sparen muss (AZ berichtete).

Von Mitarbeitern der Stadtwerke Osterburg werden unter anderem 106000 Quadratmeter Rasenfläche, 5600 Quadratmeter Bodendecker und 13000 Quadratmeter an Sträuchern bewirtschaftet, auch die laut Bauamt „aufwendige Pflege“ von rund 1300 Bäumen zählt zu den Aufgaben. Neben Mitarbeitern der Stadtwerke sind sieben Gemeindemitarbeiter beim Gründflächenmanagement beschäftigt, teilweise werden Fremdfirmen hinzugezogen. Die Gemeindemitarbeiter sind inklusive des Krumker Parks für 460000 Quadratmeter zuständig.

Laut Köberle bemühe man sich, auf Hinweise von Bürgern möglichst schnell zu reagieren. „Hinweise werden aufgenommen, geprüft und bei Zuständigkeit in den Arbeitsablauf der Gemeindearbeiter integriert. Insofern ist eine umgehende Reaktion nicht immer möglich beziehungsweise zum Teil auch saisonabhängig, sollte es sich um Pflanzungen oder Grünschnitt handeln.“

Bernd Drong, Ortsbürgermeister in Rossau, einem ziemlich grünen Ortsteil der Einheitsgemeinde, weist in Zeiten von Corona auf eine Erschwernis hin, da die Hilfe von Fremdfirmen teilweise ausbleibe. „Da stößt man dann schnell an Grenzen“. Aus diesem Grund hatte er in der vergangenen Ortschaftsratssitzung vorgeschlagen, dass etwa der Sportverein, der Jugendclub und die Angler sich verstärkt bei der Pflege der Grünflächen einbringen.

Derartige Engpässe kann Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose nicht beobachten. „Das klappt alles reibungslos, teilweise auch auf dem kurzen Dienstweg“. Wenn er Wünsche oder Anregungen habe, würden diese fast immer schnell umgesetzt“, lobt Gose die Arbeit von Stadtgärtner Norman Sengstock und seinen Kollegen. Einen bald anstehenden Termin, zu dem er wie in den vergangenen Jahren Sengstock einladen wird, hat der Ortschef auch schon im Auge. „Im Juni werden wir den Baum des Jahrers pflanzen“. Im März war dies noch an einer fehlenden Baumlieferung gescheitert.

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