Gansenorgel könnte saniert werden

Hoffnung auf Fördergelder

Kreiskantor Friedemann Lessing zeigt dem Bundestagsabgeordneten Dr. Marcus Faber die Gansenorgel
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Bei Kreiskantor Friedemann Lessing (links) und weiteren Orgelfreunden informierte sich Dr. Marcus Faber im vergangenen Jahr über den Zustand und den Sanierungsbedarf der Gansenorgel in Krevese.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Krevese – Im vergangenen Jahr stattete der Stendaler Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber (FDP) der Kreveser Kreuzkirche einen Besuch ab und machte sich vor Ort ein genaues Bild von dem Zustand der Orgel. Er setzt die Hoffnung in ein bundesweites Förderprogramm, das 70 Millionen Euro umfasst und in Verantwortung des Staatsministeriums für Kultur und Bildung. Die zuständige Ministerin ist Prof. Monika Grütters (CDU).

„Die Gelder werden nach dem Königsberger Schlüssel verteilt,“ informiert der Bundestagsabgeordnete. Dabei handelt es sich um eine Berechnungsgrundlage, die sich an den Bevölkerungsanteilen richtet. Da in Sachsen-Anhalt etwa drei Prozent aller Bundesbürger leben, stehen also etwa zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Gansen-Orgel ist auch mit in der Verlosung. „Die Ministerin wird von mir ein Empfehlungsschreiben erhalten.“ In diesem möchte Faber sich mit Nachdruck für den Erhalt der Orgel einsetzen. Die Tatsache, dass das kostbare Kircheninstrument in diesem Jahr 300 Jahre alt wird, könnte ein Pluspunkt sein. „Ich hoffe, dass sich das anstehende Jubiläum positiv auf den Förderbescheid auswirkt.“ Bei der Frage, ob es Fördergelder gibt, spiele im kulturellen Bereich auch immer eine Rolle, wie groß die Anzahl der Menschen ist, die sich hier engagieren. „Natürlich werde ich auch den Förderverein erwähnen“, sagt Dr. Faber in diesem Zusammenhang.

Die Verteilung der Mittel aus dem Topf ist nicht auf Gotteshäuser begrenzt. „Es geht um den gesamten kulturellen Bereich. Würde die Gansen-Orgel beispielsweise in einem Konzerthaus statt in einer Kirche stehen, wäre sie auch förderfähig“, so der freie Demokrat.

Nicht nur die Orgel feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Zum 40. Mal findet in diesem Jahr der Kreveser Orgelsommer statt. Die Eintrittsgelder werden für den Erhalt der Orgel verwendet, jedoch ist es für die notwendige Sanierung zwingend erforderlich, dass es eine Zusage für Fördergelder gibt, ansonsten wäre die Sanierung nicht zu stemmen. „Im Juli oder August wird voraussichtlich die Entscheidung fallen, ob es Geld für die Sanierung der Orgel gibt.“ Der Orgelsommer, der auch im vergangenen Jahr unter Pandemiebedingungen stattfand, soll in diesem Jahr am 5. Juni beginnen. Dann wird Mirolslawa Cieslak aus Querfurt an der Gansen-Orgel Platz nehmen, um mit den Zuhörern den 300. Geburtstag des Kircheninstruments zu feiern.

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