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Ausblick auf das kommende Jahr

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Von: Tobias Henke

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Der Stadtrat tagte zuletzt in der Frundschule in Flessau
Die letzte Sitzung des Osterburger Stadtrates 2021 fand in der Turnhalle der Flessauer Grundschule statt. Im kommenden Jahr warten neue Herausforderungen. © Henke, Tobias

Wie viele Gemeinden befindet sich auch die Hansestadt Osterburg wirtschaftlich in keiner einfachen Lage. Die Coronapandemie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass die finanziellen Nöte gewachsen sind. Die AZ hat sich bei den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates umgehört und nachgefragt, welche Herausforderungen sie für die Stadt sehen und welche Wünsche sie für das kommende Jahr haben.

Osterburg – Es ist wichtig, dass die Stadt auch in den kommenden Jahren in der Lage ist, Investitionen zu tätigen. Das gilt für Pflichtaufgaben, aber auch für freiwillige Leistungen“, umreißt Fraktionsvorsitzender Jürgen Emanuel (Die Linke) seinen Wunsch, dass die Kommune wieder in ruhigeres finanzielles Fahrwasser gelangt. Als ein in seinen Augen wichtiges Vorhaben, das die Kommune im kommenden Jahr auf den Weg bringen sollte, nennt er den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Rossau.

Michael Handtke, Vorsitzender der Fraktion Freie Stadträte, blickt schon etwas weiter als auf das kommende Jahr. „Die Handlungsfähigkeit der Verwaltung ist weiter gegeben. Wir werden in den nächsten Jahren nicht in die Konsolidierung rutschen. Ziel sollte sein, dass es auch mittelfristig so bleibt.“ Handtke nennt Vorhaben wie den geplanten Anbau an die Linden-Sporthalle, die geplante Sanierung des Sportplatzes an der Bleiche oder auch das Gerätehaus in Rossau. Bei diesen Bauprojekten müsse man überlegen, ob die Stadt sich das derzeit leisten könne. Sandra Matzat, Vorsitzende der AfD-Fraktion, hat nicht zuletzt die Einzelhändler an der Breiten Straße und das Gesamterscheinungsbild der Stadt im Blick. „Ich wünsche mir, dass unsere Einkaufsstraße erhalten bleibt.“ Außerdem hofft sie auf Investitionen in das Verwaltungsgebäude, um für die Verwaltungsmitarbeiter moderne Arbeitsplätze zur Verfügung stellen zu können. Dies sei derzeit nicht der Fall. Insbesondere in den Dörfern sieht sie Sanierungsbedarf bei den Straßen.

„Ich hoffe, dass wir den Anbau an die Linden-Sporthalle endlich realisiert bekommen“, sagt Thorsten Schulz, Vorsitzender der Fraktion WG-Land. Es sei wichtig für die gesamte Stadt, einen weiteren Ort zu schaffen, an dem Veranstaltungen stattfinden können. „Außerdem finde ich es unverständlich, dass wir nach wie vor keine öffentliche Toilette in der Stadt haben.“

Die Fraktion Grüne/FDP mit David Elsholz und Mathias Fritze blickt frohgemut ins neue Jahr. „Wir sind dabei, einen bürgernahen ‘Klimarat für die Kommune’ zu etablieren und guter Hoffnung, dass dieser im ersten Quartal die Arbeit aufnehmen kann. Auch ein Jugendparlament steht weiter auf unserer Agenda. Sorgen bereitet uns neben den angespannten Finanzen der Dauerbrenner Hallenbad“, schreibt Vorsitzender Fritze auf eine Anfrage der AZ. Die Fraktion bedauert, dass vielfach Schwimmunterricht ausgefallen ist. Der Stadtverwaltung um Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (FW) wünsche man bei ihrer Arbeit „ein glückliches Händchen“.

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