Großes Interesse am Breitbandausbau

„Das ist eine einmalige Chance“

In mehreren Ortsteilen gab es kürzlich Informationsveranstaltungen zum Thema Breitband
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In Flessau war der Andrang so groß, dass die Informationsveranstaltung vor knapp zwei Wochen in die Turnhalle verlegt wurde, damit jeder Interessierte einen Sitzplatz erhalten konnte.
  • Tobias Henke
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Noch ist offen, in welchem Ausmaß das Unternehmen DNS-Net in Osterburg den Glasfaserausbau vorantreiben wird. Grund ist, dass sich in den Ortschaften, in denen derzeit das Interesse abgefragt wird, eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent der in Frage kommenden Haushalte erforderlich ist (die AZ berichtete).

Ärger gab es zuletzt in Walsleben, als die Experten des Anbieters nicht zu einer Informationsveranstaltung erschienen sind. „Eine Entschuldigung oder Erklärung diesbezüglich hat es nicht gegeben“, so Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (FW) gegenüber der AZ. Er sei froh gewesen, dass Anke Müller, Leiterin des Amtes für Verwaltungssteuerung und Demografie, bei der Veranstaltung vor Ort war und zumindest allgemeine Fragen zum Thema beantworten konnte. Für Mittwoch, 20. Oktober, ist im Dorfgemeinschaftshaus in Walsleben ein Ersatztermin angesetzt. Bislang wird zunächst einmal der Bedarf in den größeren Ortschaften erfragt. „Natürlich wünschen wir uns, dass es das Angebot in der gesamten Einheitsgemeinde gibt, aber hier kann es nur Schritt für Schritt gehen. Schulz ist der Auffassung, dass das Angebot von DNS-Net, den Glasfaserausbau in der Einheitsgemeinde eigenwirtschaftlich und damit ohne öffentliche Gelder voranzutreiben, „eine einmalige Chance“. Osterburgs Verwaltungschef erinnert an die Tatsache, dass der Zweckverband Breitband Altmark aufgrund gesetzlicher Hürden nicht alle Haushalte anschließen darf. Dort, wo bereits eine Geschwindigkeit von 30 MBit oder mehr erreicht wird, darf der Verband nicht ausbauen, hierbei handelt es sich um sogenannte „schwarze Flecken“ (die AZ berichtete). „Wer weiß, wann sich hier die Gegebenheiten ändern“, wirbt Schulz dafür, das Angebot von DNS-Net zu nutzen. Der Anbieter ist übrigens auch beim Zweckverband mit im Boot und wird dort die Leitungen in die Häuser legen. „Der Zweckverband macht dies ja nicht selbst.“ Preislich macht es daher keinen Unterschied, ob der Anschluss durch den Zweckverband oder den Anbieter selbst gelegt wird. „Die Konditionen sind in beiden Fällen dieselben“, informiert Schulz. Konkrete Zahlen dazu, wie viele Bürger bereits einen Vorvertrag unterschrieben haben, liegen noch nicht vor, jedoch war das Interesse am Angebot des Internetdienstleisters besonders bei den Informationsveranstaltungen in Flessau und Erxleben sehr groß.

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