Massive Wasserschäden sorgen für Pause der Arbeiten im Turm

Baustopp in St. Nicolai

Die Uhr der St. Nikolaikirche steht still, weil Wasserschäden entdeckt wurden
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Die Uhr steht still: Nachdem die Wasserschäden im Trum der Nikolaikirche entdeckt wurden, ist die Uhr des Kirchturms bis auf Weiteres angehalten worden.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Es ist ein Bild mit Symbolcharakter, denn wenn man nicht ganz genau hinschaut, sieht es so aus, als sei die Kirchtrumuhr der Nikolaikirche um fünf vor zwölf stehen geblieben. Tatsächlich zeigt sie sieben vor zwölf. Der Grund, warum die Uhr nicht mehr schlägt, liegt in unerwarteten Schwierigkeiten, die sich während der laufenden Sanierungsarbeiten (Die AZ berichtete) ergeben haben.

Osterburg – „Bis ganz nach oben konnten die Arbeiter aus baurechtlichen Gründen zunächst nicht gehen. Inzwischen wurden dort massive Wasserschäden festgestellt. Jetzt müssen wir erst mal herausfinden, wo diese herkommen“, erläutert Osterburgs Pfarrer Gordon Sethge. Die Pfeiler im obersten Bereich sind alle sehr morsch“. Diese wurden nun mithilfe eines Gerüstes gestützt. Auch die Kirchturmuhr wurde deshalb deaktiviert. „Warum die Uhr in Richtung Rathaus eine andere Uhrzeit zeigt, als die in Richtung Pfarramt, kann ich mir nicht erklären“, meint der Pfarrer. Die zweite Uhr zeigt eine Uhrzeit von 12.25 Uhr.

Ohne die derzeit laufenden Arbeiten im Turm wären die Wasserschäden vermutlich gar nicht aufgefallen. Eine der dringenden Fragen, die sich jetzt stellt, ist die nach den Kosten. Noch kann niemand abschätzen, wie stark sich diese aufgrund der nun festgestellten Mängel verteuern wird. „Am kommenden Montag wird eine Baubegehung stattfinden“. Dann werden sich Fachleute die Schäden genau ansehen und über die nächsten Schritte entscheiden.

„Aufrechterhalten wird nach wie vor das Angebot, dass Bürger Patenschaften für die neuen Treppenstufen übernehmen können, die von den Arbeitern derzeit im Turm angebracht werden. Den Preis kann jeder selbst festlegen, es gibt keinerlei Vorgaben. „Vielleicht steigt die Bereitschaft hierzu ja aufgrund der Schwierigkeiten, die wir jetzt mit den Wasserschäden haben, noch“, hofft der Osterburger Pfarrer.

Der Kirchturm wird nicht zuletzt deshalb saniert, da das Betreten der Außenterrassen seit Jahren aufgrund der Einsturzgefährdung nicht möglich war. Mit den zurzeit laufenden Arbeiten sollte hier Abhilfe geschaffen werden. Wann dieses Ziel erreicht wird, steht nun noch in den Sternen.

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