Aus Dichterwohnung soll „JuBiB“werden

Anna Radtke (l.), zuständig für Sach- und Jugendliteratur in der Osterburger Bibliothek, ist Hauptansprechpartnerin für die Jugendlichen und stellte jüngst Schülern des benachbarten Markgraf-Albrecht-Gymnasium das „JuBiB“-Konzept vor.

Osterburg - Von Thomas Westermann. Die sogenannte Dichterwohnung in der Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek soll zu einem Jugend-Aufenthaltsbereich umgestaltet werden. Die Idee besteht darin, zusammen mit Jugendlichen einen für sie separaten Bibliotheksbereich mit Lesecafé zu schaffen.

 Zwei wesentliche Gründe führten Einrichtungsleiterin Anette Bütow und ihre Mitstreiterinnen zu diesem Bestreben. Einerseits befindet sich die Bibliothek inmitten der Osterburger Schullandschaft mit einer Vielzahl Jugendlicher direkt vor der Tür. Andererseits gibt es in der Bibliothek nahezu ungenutzte Räumlichkeiten, die mit geringem Aufwand zu einem modernen und ansprechenden Jugendbereich ausgebaut werden können. Dies wäre für junge Menschen eine zusätzliche Motivation, die Bibliothek zu nutzen. Derzeit ist die Dichterwohnung nicht besonders gut ausgelastet. Lediglich die jungen Schreibtalente „Federfüchse“ und der Club Altmärkischer Autoren nutzen diese.

Laut Konzept würde ein Treffpunkt für Osterburger Jugendliche geschaffen werden – ein weiterer Anlaufpunkt für ihre Freizeitgestaltung, ein Ort namens „JuBiB“ mit medialem Schwerpunkt. Um die „JuBiB“ aufzubauen, möchten die Bibliotheksmitarbeiter die Jugendlichen aktiv mit einbeziehen. Dazu soll sich im Vorfeld eine Gruppe gründen, die sich regelmäßig trifft, Ideen für die Gestaltung mit einbringt, aktiv bei den Umbaumaßnahmen mitarbeitet und später das Lesecafé in Eigenregie führt. Außerdem können zusammen mit der Jugendbibliotheksgruppe neue Ideen und Projekte für junge Leute erdacht und realisiert werden. Finanziert werden soll die „JuBiB“ je zur Hälfte mit Spendengeldern und Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt. Für eine anteilige Förderung in Höhe von 50 Prozent sind mindestens 5000 Euro Eigenmittel notwendig. Damit stünden dem Projekt 10 000 Euro zur Verfügung, mit denen sich der Ausbau der jetzigen Dichterwohnung zur „JuBiB“ realisieren ließe. Die Fördermittel für das Projekt möchte die Bibliothek in diesem Jahr beantragen, so dass im Mai des nächsten Jahres mit dem Umbau begonnen werden könnte. Derzeit werden noch Spenden benötigt.

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