Benötigtes Holz muss wochenlang trocknen

Bauverzögerung verlängert sich

Die Osterburger Kirche ist seit Kurzem für Arbeiten an der Außenfassadeeingerüstet
+
Seit Kurzem ist der untere Teil des Kirchturms eingerüstet. Grund dafür ist, dass auch an der Außenfassade Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, die nun vorgezogen werden, da innen derzeit nicht gearbeitet wird.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
    schließen

Vor gut zwei Wochen wurden während der bereits laufenden Bauarbeiten weitere Schäden im obersten Bereich des Turmes der Osterburger St.-Nicolaikirche festgestellt (die AZ berichtete). Inzwischen fand eine Baubegehung vor Ort statt, die als Grundlage diente, um die weiteren Schritte zu besprechen.

Die Balken, die dort ausgewechselt werden müssen, dürfen nicht geleimt sein, sondern müssen aus einem Stück bestehen“, so Pfarrer Gordon Sethge gegenüber der AZ. Er schätzt den Durchmesser der Holzstämme, die hierfür verwendet werden müssen, auf etwa 30 Zentimeter. „Die sind nicht leicht zu finden.“ Viele Bäume hätten heute einen geringeren Durchmesser, wenn sie gefällt werden. „Und die Preise für Holz und anderes Material haben zuletzt ziemlich angezogen“, befürchtet Pfarrer Sethge eine Verteuerung der Bauarbeiten. Wer seinen Teil zur Sanierung beitragen möchte, kann über eine Spende, deren Höhe selbst gewählt werden kann, weiterhin eine Patenschaft für eine der künftigen Treppenstufen übernehmen.

Von Frank Ende, dem beauftragten Architekten aus Krumke, gibt es jedoch gute Nachrichten. „Das Holz ist bestellt und es wird voraussichtlich noch rund eine Woche dauern, bis es geliefert wird.“ Danach muss es noch etwa vier bis sechs Wochen trocknen, bevor es als Baumaterial genutzt werden kann. Da die Turmsanierung zurzeit so lange still steht, bis das Baumaterial genutzt werden kann, wurde die Kirche in dieser Woche eingerüstet, damit Arbeiten im Außenbereich vorgenommen werden können, denn auch die Fassade soll saniert werden und ist Teil des rund 300 000 Euro teuren Vorhabens.

Der erfahrene Architekt hofft, dass die Baukosten nicht allzu stark in die Höhe schnellen. Laut Ende habe man vorgebeugt und einkalkuliert, dass es passieren könnte, dass mehr Holz benötigt wird als ursprünglich geplant. Grund dafür ist unter anderem, dass es zu Beginn der Bauarbeiten nicht möglich war, bis in den höchsten Teil des Turmes zu gehen, in die sogenannte Laterne, das Dach des Turmes. „Dort kann man nicht hingehen, weil die Balken und Treppen dort sehr morsch sind“, so der biesestädtische Pfarrer weiter. In dem obersten Bereich waren kürzlich die Wasserschäden entdeckt worden, die im Zuge der Bauarbeiten nun beseitigt werden sollen. An die Tatsache, dass die Kirchturmuhr steht, werden sich die Osterburger vorerst gewöhnen müssen. Diese wird erst wieder schlagen, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. „Das geht nicht anders“, erläutert Architekt Ende. Veranstaltungen wie Konzerte und Gottesdienste können in der St.-Nicolai-Kirche weiterhin ohne Probleme stattfinden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare