Treffen der BUND-Kreisgruppe erstmals wieder in Präsenz

Baumpflanzungen geplant

Im Gebiet der Wallpromenade wurden auch 2020 Bäume gepflanzt
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Bereits im vergangenen Jahr hatte der BUND zu einer Baumpflanzaktion aufgerufen, an der sich neben Schülern auch weitere Freiwillige beteiligten und etliche Bäume in die Erde brachten.
  • Tobias Henke
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Zu einem Treffen hatte der Vorstand der BUND-Kreisgruppe am Mittwochabend in das Restaurant „zum Griechen“ in Osterburg eingeladen. Eines der wichtigsten Themen, die besprochen wurden, waren geplante Baumpflanzungen in der Biesestadt. Auch die jüngsten Baumfällungen im Seehäuser Schillerhain (die AZ berichtete) sowie der geplante Autobahnbau wurden thematisiert, informiert BUND-Kreisvorsitzende Susanne Bohlander die AZ auf Anfrage.

Osterburg – „Es hat auch ein Osterburger Bürger an unserem Treffen teilgenommen, der sich sehr unglücklich darüber zeigte, dass es für die drei im letzten Jahr in der August-Bebel-Straße gepflanzten Linden keine Ersatzpflanzungen in der Straße gab.“ Stattdessen wurden Bäume in Erxleben und Walsleben gepflanzt (die AZ berichtete). „Es ist für mich ein Unding, dass es dort, wo die Bäume gefällt wurden, nicht zu Ersatzpflanzungen gekommen ist.“ Es gibt Pläne der Umweltschützer, in Osterburg im kommenden Jahr rund 15 Bäume zu pflanzen, dabei werde eng mit der Verwaltung und der Ortsgruppe der Grünen zusammengearbeitet. „Das funktioniert sehr gut“, so Bohlander. Sie sieht die Pflanzungen auch als Teil des Klimaschutzes, der auf diese Weise auch auf kommunaler Ebene mit Leben gefüllt werden könne. Die Treffen der BUND-Kreisgruppe fanden auch während der Corona-Pandemie regelmäßig statt, jedoch nur als Videokonferenz. „Am Mittwoch war unser erstes Treffen, was wir wieder als Präsenzveranstaltung abhalten konnten“, so Bohlander.

In Bezug auf die jüngsten Baumfällungen am Schillerhain ist es der Kreisvorsitzenden ein Anliegen, über einen Umstand zu informieren, der Einfluss auf die Abholzungen hat. „Ein Insektenexperte hat festgestellt, dass im Schillerhain zehn Käferarten leben, die auf der roten Liste der geschützen Arten stehen, zwei davon sind vom Aussterben bedroht.“ Aus diesem Grund würden manche Bäume nicht komplett gefällt, da die Baumstümpfe ein wertvoller Lebensraum für die bedrohten Arten wären. Kritisch sieht der Kreisverband nach wie vor den Bau der Autobahn, obwohl sich der Landesverband des BUND mit den Autobahnplanern schon länger auf einen Klageverzicht geeinigt hatte, wofür es im Gegenzug Ausgleichsmaßnahmen gibt. „Der Kreisverband unterstützt nach wie vor die Klage der Naturfreunde Sachsen-Anhalt. Auch im Rahmen der „Verkehrswende Elbe-Altmark“ engagieren sich Mitglieder von uns“, so Bohlander. Die Naturfreunde haben im März gegen den Bau des Abschnittes zwischen Osterburg und Seehausen geklagt (AZ berichtete). „In Kürze wird die Antwort der Autobahnplaner auf die Klageschrift erwartet“, informiert Bohlander über die aktuelle Entwicklung rund um die letzte noch laufende gerichtliche Auseinandersetzung zum Autobahnbau.

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