Großer Andrang überrascht

Flessau: Veranstaltung zum Breitbandausbau kurzerhand in Turnhalle verlegt

Ein Internetunternehmen will in Osterburg den Breitbandausbau in den ländlichen Raum liefern
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Deutlich mehr Interessenten als erwartet, informierten sich in Flessau über das Angebot eines Internetanbieters. Statt in der Mensa der Grundschule fand die Veranstaltung in der Turnhalle statt.
  • Tobias Henke
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Der Andrang überraschte selbst die Veranstalter: In der Mensa der Grundschule in Flessau gab es am Mittwochabend Informationen zu einem Angebot der Firma DNS-Net. Die Mensa war für 30 bis 40 Personen bestuhlt, doch es kamen rund 100 Interessierte. Der anwesende Bürgermeister Nico Schulz (FW) reagierte schnell und verlegte in Abstimmung mit den Vertretern des Unternehmens die Veranstaltung kurzerhand in die Turnhalle der Schule, die zufälliger Weise gerade nicht benutzt wurde.

„Mit so einer starken Beteiligung haben wir nicht gerechnet“, meinte ein überraschter Bürgermeister, bevor es in die Turnhalle ging. Dort angekommen, sprach Flessaus Ortsbürgermeister Stefan Brehmer kurz wenige einleitende Worte zur Begrüßung, bevor Schulz das Wort ergriff und den Zusammenhang zu den Bemühungen des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) herstellte. „Von dem Angebot von DNS-Net können auch die schwarzen Flecken profitieren.“ Damit sind die Haushalte gemeint, die durch den ZBA nicht an das Glasfasernetz angeschlossen werden können, weil ihr Internetanschluss schneller als 30 Mbit pro Sekunde ist.

Die beiden Vertreter des Unternehmens, Stefan Schaperdoth und Daniel Krogner, versuchten, den Anwesenden das Angebot des Unternehmens schmackhaft zu machen. Der Glasfaseranschluss wird kostenlos verlegt, wenn ein Vertrag mit DNS-Net abgeschlossen wird, der über mindestens zwei Jahre geht, 49,90 Euro kostet und eine Geschwindigkeit von 500 Mbit pro Sekunde aufweist.

Allerdings ist noch gar nicht sicher, ob die Anschlüsse auch gelegt werden können, denn damit das Unternehmen wirtschaftlich arbeiten kann, ist eine Quote von 50 Prozent derjenigen nötig, die für das Angebot von DNS-Net in Frage kommen. Außerdem müssen die Ortschaften eine gewisse Größe haben, um überhaupt angeschlossen werden zu können. Neben der Kernstadt Osterburg und Flessau gilt das Angebot auch in Walsleben, Gladigau und Erxleben.

Flessaus Ortschef Brehmer wünscht sich daher eine Ausweitung des Angebots des Internetanbieters. „Es wäre wichtig, wenn wir hier die Ortsteile mit ins Boot holen können. Erxleben und Polkern werden auch zusammen gezählt, um auf die notwendige Zahl an Hausanschlüssen zu kommen.“

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