Bau neuer Schulküche verschiebt sich bis zu 12 Monate

„Das war für uns Neuland“

Der Bau der Schulküche kommt nicht wie geplant voran und verzögert sich.
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Wie schon der Anbau an die Flessauer Grundschule (Archivbild) wird sich auch die ursprünglich für dieses Jahr geplante Fertigstellung der Schulküche in Flessau deutlich verzögern.
  • Tobias Henke
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Nach einem entsprechenden Beschluss zum Bau der Schulküche in Flessau hoffte die Stadt Osterburg auf die baldige Erteilung der Baugenehmigung, um die Schulküche in Flessau noch vor dem in Kürze beginnenden Schuljahr in Betrieb nehmen zu können. Die Hoffnung zerschlug sich jedoch spätestens im Frühjahr, als die Baugenehmigung immer noch nicht erteilt wurde (die AZ berichtete). Erst im Juli wurde grünes Licht gegeben.

Die Baugenehmigung umfasst neun Seiten. Wir arbeiten zurzeit daran, die Ausschreibung zu starten“, informiert Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Anfrage der AZ. Dass eine Baugenehmigung sich so lange hinziehe, sei ungewöhnlich. „Der Normalfall ist das nicht.“ Der Bauamtsleiter lässt durchblicken, dass es durchaus eine Herausforderung war. „Das war für uns Neuland. Bislang haben wir noch keine Genehmigung für eine neu zu bauende Schulküche gestellt.“ Der Antrag sei sehr kleinteilig gewesen, und das Bauamt habe Unterlagen nachreichen müssen, sodass sich das Genehmigungsverfahren in die Länge gezogen habe.

„Wir wollen die Schulküche spätestens zum Schuljahr 2022/23 in Betrieb nehmen.“ Ein früherer Start sei möglich, „wenn die Marktlage es zulässt“, formuliert der Osterburger Bauamtsleiter das Ziel einer möglichst raschen Fertigstellung des Vorhabens, das nicht nur für die Schüler der Flessauer Grundschule von Bedeutung ist, da täglich insgesamt 500 frische Mahlzeiten zubereitet werden sollen, die für alle Kinder vorgesehen sind, die Einrichtungen besuchen, die sich in kommunaler Trägerschaft befinden. Darunter sind die meisten Kindertagesstätten der Einheitsgemeinde und neben der Flessauer Bildungseinrichtung auch die Grundschule am Osterburger Hain.

Da die Küche in Containerbauweise fertiggestellt wird, ist die Bauzeit selbst kein großer Faktor. Das Aufstellen der Container wird voraussichtlich etwa zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen.

Die Finanzierung des schon lange geplanten Bauprojektes hat sich als schwierig herausgestellt, da mehrere Förderanträge hierzu gescheitert waren. Die Küche wird komplett aus Eigenmitteln gestemmt, wobei dafür ein Kredit von einer halben Million Euro aufgenommen wurde, um die auf knapp über 600 000 Euro taxierte Schulküche bauen zu können.

Nicht mehr kümmern muss sich die Einheitsgemeinde Osterburg um einen Betreiber der Küche. Obwohl der Startschuss noch nicht feststeht, konnte bereits ein Stendaler Unternehmen als Betreiber dafür gewonnen werden.

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