Stadt fallen beim Aufbau keine Kosten an

E-Ladestation für Fahrräder in Osterburg

Ein Radweg in Osterburg in Richtung Biesebad
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Das Radwegenetz in der Einheitsgemeinde lässt teilweise zu wünschen übrig. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune werden mit anderen Städten Ideen zur Verbesserung der Situation gesammelt.
  • Tobias Henke
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Seit Mai 2019 gibt es die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Sachsen-Anhalt. Die Biesestadt Osterburg ist eines ihrer Gründungsmitglieder. In dieser sollen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Netzwerke gebildet werden, und auch bei der Verbesserung der Elektromobilität in der Einheitsgemeinde hilft die Mitgliedschaft ganz konkret. „Auf den August-Hilliges-Platz werden wir Anfang des kommenden Jahres eine E-Ladesäule in Betrieb nehmen“, sagt der biesestädtische Bauamtsleiter Matthias Köberle gegenüber der AZ

Osterburg  – Er vertritt die Kommune bei den Treffen der Mitgliedsgemeinden. „Corona hat uns hier erst einmal ausgebremst.“ Ein Treffen hat es inzwischen aber gegeben. Für das Aufstellen der E-Ladesäule fallen der Kommune keinerlei Kosten an. In Sachen E-Mobilität ist die Ladesäule für Fahrräder ein weiterer Schritt. Auch für elektrisch angetriebene Autos gibt es bald eine Anlaufstelle, um in Osterburg zu tanken: Auf dem Lindenparkplatz, der zurzeit gebaut wird, entstehen zwei Ladesäulen mit je zwei Haltepunkten (die AZ berichtete). Eine weitere Möglichkeit, E-Autos zu betanken, gibt es auf dem Parkplatz am Edeka-Markt. Die Säule dort wird nicht von der Stadt betrieben. Abgesehen von der Ladesäule für E-Bikes ist laut Köberle aber nicht damit zu rechnen, dass die Mitglieder finanziell von der Arbeitsgemeinschaft profitieren. „Das ist auch nicht ihre Aufgabe“, stellt Osterburgs Bauamtsleiter klar. In erster Linie gehe es darum, sich ein Netzwerk aufzubauen und sich untereinander auszutauschen. „Das gilt zum Beispiel für den Bereich der Fördermittel. Es ist nützlich, sich hier über Möglichkeiten und Erfahrungen auszutauschen.“

Auf ihrer Internetseite weist die Arbeitsgemeinschaft auf bestehende Förderprogramme hin, mit denen Projekte im Bereich Radverkehr gefördert werden. So etwa auf das Programm „Stadt und Land“, mit dem Radwege ausgebaut werden sollen. Eine Schwierigkeit für die Städte beim Ausbau von Radwegen ist, dass dies in den allermeisten Fällen nicht im Zuständigkeitsbereich der Kommunen liegt.

Dies gilt unter anderem für sämtliche Wege entlang von Kreis- und Landesstraßen, über deren Ausbau die Landesstraßenbaubehörde entscheidet. Zuletzt gab es von der Behörde positive Nachrichten, denn der von vielen gewünschte Radweg zwischen Walsleben und Düsedau wird nun zumindest konkret geplant. Noch ist nicht klar, wann genau er Formen annehmen und in die Tat umgesetzt werden kann.

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