Online-Portal für Beschwerden wird gut angenommen

Stadt will mehr Bürgerbeteiligung

Das Bildschirmfoto zeigt die Internetseite des Online-Meldeportals für Beschwerden.
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Auf der Internetseite der Hansestadt Osterburg ist vermerkt, auf welchen Ortsteil sich die einzelnen Beschwerden beziehen. Auch der Stand der Bearbeitung kann abgerufen werden.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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 Mit mehreren Projekten möchte die Hansestadt Osterburg versuchen, die Bürgerbeteiligung zu stärken. Gut angelaufen ist das Mitmachtool „Sag‘s uns einfach“, bei dem Bürger online Schäden melden oder auch Beschwerden direkt an die Stadt loswerden können. Eine weitere Überlegung ist die Videoübertragung von Stadtratssitzungen. Hier steht die Entscheidung noch aus.

Osterburg –„Bei „Sag´s uns einfach“ hatten wir ungefähr zehn Meldungen pro Monat. Das wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen“, so die Einschätzung des Osterburger Bürgermeisters Nico Schulz. Es ist für jeden einsehbar, wie der Fortschritt in der Bearbeitung ist. Seit Ende März ist es möglich, das Portal zu nutzen. Seitdem sind 40 Eingaben erfolgt. In einem Fall, ist die Behebung des gemeldeten Problems bereits behoben, es ist mit dem Status „abgeschlossen“ versehen. Bei dem vorliegenden Beispiel ging es um ein hervorstehendes Metallteil auf dem Boden im Bereich der Eckholt-Allee. In den anderen Fällen lautet der Status entweder „In Bearbeitung“ oder „Zugewiesen“. Mit Letzterem ist der zuständige Bereich der Verwaltung gemeint.

Zu den Anfragen, die sich noch in Bearbeitung befinden, zählt etwa der Hinweis eines Bürgers im Juli, dass in Dobbrun mehrere Eichen sehr stark vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Die Stadt hat daraufhin geantwortet, dass man dies an die zuständigen Stellen weitergegeben habe.

Bei der Abstimmung im Stadtrat über das Meldeportal war von einigen wenigen Stadträten befürchtet worden, dass die Beschwerden so stark steigen könnten, dass dies für die Mitarbeiter nicht zu bewältigen ist, doch diese Befürchtung hat sich als unbegründet herausgestellt. „Ich kann natürlich nur für das Bauamt sprechen, aber bei uns sind seit Bestehen des Portals weniger beschwerden eingegangen als davor, sagt Bauamtsleiter Matthias Köberle auf eine entsprechende AZ-Anfrage.

Auch über die Online-Übertragung von Stadtratssitzungen würde die Verwaltung gerne ein weiteres Angebot machen, doch noch ist völlig offen, ob es überhaupt dazu kommt. „Da war das Meinungsbild im Stadtrat ja sehr gespalten und ich niemand kann vorausahnen, wie die Abstimmung ausgeht“. Laut Schulz ist geplant, dass die Abstimmung hierüber in der Sitzungsfolge im September zur Abstimmung gestellt wird. Mit dem Offenen Kanal Stendal war bereits besprochen worden, wie viel eine solche Übertragung kosten würde (die AZ berichtete).

Doch bevor dies in Angriff genommen werden kann, muss zunächst darüber entschieden werden, ob die Sitzungen künftig übertragen werden.

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