Instandsetzung steht an

Kirche in Düsedau ist sanierungsbedürftig

Die Kirche in Düsedau wurde im 12. Jahrhundert gebaut.
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Die Kirche in Düsedau wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Wenn alles glattgeht, könnten die Sanierungsarbeiten an der Fassade noch in diesem Jahr beginnen. Der Baustart steht noch nicht fest.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Der Zahn der Zeit nagt auch am Gemäuer der Düsedauer Dorfkirche. Das Gebäude, das im 12. Jahrhundert gebaut und 1877 erweitert wurde, weist zum Teil deutliche Risse auf, die innen und auch im Gebäude deutlich zu erkennen sind. Im Jahr 1926 gab es letztmalig eine Instandsetzung. Eine Weitere soll nun folgen, die Finanzierung steht fast komplett. Michael Sommer, ehemaliger Superintendent beim Kirchenkreis Salzwedel und heute in Düsedau wohnend, geht es nicht zuletzt darum, die wertvollen Glocken zu erhalten.

Osterburg – Die älteste Glocke stammt aus dem 13. Jahrhundert“, sagt Sommer. Sie habe einen ganz besonderen Klang. „Im Zweiten Weltkrieg sollte sie eingeschmolzen werden, was am Ende zum Glück doch nicht passiert ist. Die Glocke war dafür schon bis nach Hamburg gebracht worden.“

Der Zeitpunkt, wann die notwendigen Arbeiten beginnen werden, steht noch nicht fest. „Die Kosten liegen bei 116000 Euro.“ Es steht eine Riss- und Mauerwerkssanierung an, darüber hinaus werden auch denkmalgerechte Schallluken angebracht werden sowie eine neue Aufhängung für den Adventsstern und eine sich drehende Wetterfahne.

Beim Rundgang um das Gotteshaus, weiß Sommer von baulichen Besonderheiten zu berichten, wie etwa dem unter einem Teil der Kirche fehlenden Fundament. „Da ist nichts als Sand darunter“, merkt Sommer an. Aus diesem Grund sei es nicht verwunderlich, dass einige der Steine in der untersten Reihe des Mauerwerks sich deutlich nach vorne verschoben hatten.

Mit viel Engagement des Gemeindekirchenrates ist es gelungen, den Eigenanteil für die Finanzierung auf die Beine zu stellen. „Es gab mehrere Benefizveranstaltungen, um den Eigenanteil stemmen zu können. Durch Rücklagen des Kirchspiels Erxleben und des Kirchenkreises sowie Stiftungs- und Lottomittel ist die Finanzierung bis auf 6500 Euro gedeckt.“ Das Kreiskirchenamt Stendal, das die Kasse führt, nimmt weiter Spenden entgegen. Die Arbeiten könnten noch in diesem Jahr losgehen. Mit Blick auf die letzmalig erfolgte Instandsetzung 1926 meint Michael Sommer: „Das hier ist unser Jahrhundertprojekt.“ 2015 wurde damit begonnen, über Spenden und Benefizveranstaltungen Geld für die Sanierung einzusammeln.

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