Jugendfreizeitzentrum in der Pandemie stärker genutzt als zuvor

Anlaufstelle in schweren Zeiten

Mario Lehmann und Julian Reinicke arbeiten beim internatonalen Bund
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Mario Lehmann (r.) leitet seit November das IB-Jugendfreizeitzentrum in Osterburg. Julian Reinecke ist Teamleiter beim Internationalen Bund. Kinder und Jugendlichen steht die Einrichtung von 13 bis 20 Uhr offen.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Seit November gibt es im IB-Jugendfreizeitzentrum an der Stendaler Straße eine neue Leitung, nachdem Marita Brenck nach 27 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Ihr Nachfolger ist Mario Lehmann. Mit der AZ haben Lehmann sowie Julian Reinecke gesprochen, er ist Teamleiter beim Internationalen Bund, dem Träger des Freizeitzentrums. „So ganz kann es Frau Brenck nicht lassen, sie ist weiterhin einige Stunden in der Woche für die Kinder da“, sagt Reinecke. Die Einrichtung ist täglich zwischen 13 und 20 Uhr geöffnet, in Coronazeiten sei die Nachfrage größer als sonst. „Wir haben deutlich gemerkt, dass es für viele Kinder wichtig ist, dass sie zu uns kommen können. Vor allem dann, als sie im Homeschooling waren“, erzählt Einrichtungsleiter Lehmann.

Die Coronapandemie ist im Alltag allgegenwärtig, es werden von allen Kindern die Kontaktdaten aufgenommen und in dem Gebäude muss eine Maske getragen werden. „Da achten wir genau drauf, dass das eingehalten wird, aber manchmal ist es schon ein bisschen so wie einen Sack Flöhe zu hüten, wenn wir zum Beispiel darauf achten müssen, dass die Maske auch wirklich bis über die Nase gezogen wird“, gibt Lehmann einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Coronatests werden vor Ort keine gemacht. „Dazu wären wir auch gar nicht befugt, aber die Kinder werden ja jeden Tag in der Schule getestet“, so Reinecke. Nach derzeitigem Stand schließt die Einrichtung vom 20. Dezember regulär bis einschließlich 3. Januar.Theoretisch sei es auch möglich, dass die Einrichtung schon früher schließe. „Das hängt halt davon ab, ob die Vorgaben der Politik unsere Arbeit weiterhin zulassen oder ob wir früher schließen“, informiert Reinecke.

Während etliche Spiele und Bücher an allen Tagen zur Verfügung stehen, gibt es mehrere Aktivitäten, die nur an bestimmten Tagen angeboten werden. „Am Freitag werden wir Plätzchen backen und ein Hexenhaus basteln.“ Letzteres sei eher eine Aktivität für die kleineren Kinder, während die Größeren das Backen übernehmen werden.

Etwa 15 bis 20 Kinder und Jugendliche halten sich zurzeit regelmäßig im Osterburger Jugendfeizeitzentrum auf. Die ersten kommen meistens gegen 14 Uhr, einige würden bis abends bleiben. „Die Eltern müssen ja arbeiten und wissen ihre Kinder bei uns in guten Händen“, sagt Leiter Lehmann. Es gibt auch noch ein weiteres Angebot, das der Internationale Bund in seinem Portfolio hat. „Alexander Uchtenhagen widmet sich auch unserer mobilen Arbeit, er fährt über die Dörfer und mache den Kindern Angebote zur Freizeitgestaltung“, erzählt Lehmann. Erfahrungsgemäß bräuchte es zunächst einmal etwas zeit, damit das Angebot bekannt werde, doch inzwischen werde es immer mehr genutzt. Lehmann hofft, dass sich das mobile Angebot unter den Jugendlichen auf den Dörfern weiter herumspricht.

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