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Ministerium soll Gerätehaus in Iden retten

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Von: Tobias Henke

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Das Gerätehaus in Iden soll bald einen Anbau erhalten
Aufgrund von stark gestiegenen Kosten für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Iden ist noch nicht klar, wann das geplante Bauvorhaben erfolgt. © Henke

Für das Idener Feuerwehrgerätehaus gibt es bereits eine Baugenehmigung, auch der Fördermittelantrag ist längst in trockenen Tüchern. Dennoch stockt der Bau des Gerätehauses. Grund sind die explodierenden Kosten. Statt geplanter 470 000 Euro sind nach aktuellem Stand 770 000 Euro zu berappen, um den Anbau zu finanzieren, der einen weiteren Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug beinhaltet.

Iden - Als Fördermittel stehen lediglich 95 000 Euro pro Stellplatz zur Verfügung. Laut Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) sind inzwischen höhere Beträge möglich, doch zum Zeitpunkt der Antragsstellung waren höhere Werte noch nicht vorgesehen. Um eine Lösung für das teure Vorhaben hat sich der Verwaltungschef der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck in dieser Woche mit Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zischang (CDU) getroffen, in deren Zuständigkeit der Bereich Feuerwehr fällt.
„Sie hat noch nichts zu- oder abgesagt. Wir werden nächste Woche noch einmal miteinander sprechen.“ Weiter sagt Schernikau, dass er der Ministerin erläutert habe, dass man nach „besten Wissen und Gewissen“ die zu erwartenden Kosten ermittelt habe. Die ursprüngliche Summe in der Planung belief sich auf 380 000 Euro, bevor sie auf 470 000 und jetzt 770 000 Euro gestiegen ist.
„Wir könnten im Prinzip sofort loslegen, aber wir haben den Auftrag noch nicht ausgeschrieben“, verweist Schernikau auf die hohen Baupreise. Woran der massive Kostenanstieg genau liegt, kann auch der Verwaltungschef nicht sagen, nennt jedoch zwei mögliche Gründe: „Wie teuer Holz im Moment ist, merkt ja jeder sehr schnell, der in diesen Tagen baut.“ Einen weiteren möglichen Kostentreiber sieht der Verwaltungschef in der notwendigen Elektroinstallation. Die derzeit hohen Baupreise seien einer der Gründe, warum mit der Ausschreibung des Vorhabens noch gezögert werde.
Schernikau sagt, dass intensiv nach einer Lösung gesucht werde und er sich wünsche, dass das Bauvorhaben bald starten könne. Jedoch müsse er jeden Euro zweimal umdrehen, da er schließlich die gesamte Verbandsgemeinde im Blick haben müsse und nicht nur einzelne Standorte der Feuerwehren.

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