Ehemaliges Biesecafé steht seit rund einem Jahr leer

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Das Biesecafé steht inzwisschen leer. Ein Schild erinnert noch an die Gaststätte.
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Auf einem Schild im Eingangsbereich sind immer noch die Öffnungszeiten aufgeführt. Das Biesecafé steht seit mehr als einem Jahr leer. Die Stadt Osterburg hat es dem ehemaligen Besitzer abgekauft, als dieser weggezogen ist.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Seit mehr als einem Jahr steht das Osterburger Biesecafé leer, seit der ehemalige Besitzer weggezogen ist und das Grundstück an die Stadt verkauft hat. Das mittelfristige Ziel ist, das ehemalige Café als Sozialgebäude für einen noch zu bauenden Caravanstellplatz zu nutzen (die AZ berichtete). Die Frage, die sich stellt, ist, ob eine Zwischennutzung möglich ist und beispielsweise ein Verein das Gebäude für Versammlungen oder Proben nutzen kann.

Osterburg – „Das Gebäude steht leer, niemand außer der Stadt kümmert sich darum, natürlich haben wir ein Interesse daran, dass sich jemand findet, der das Gebäude nutzt“, so Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz (FW) gegenüber der AZ. „In der nächsten Sitzung des Kulturausschusses werden wir uns damit beschäftigen“, informiert Ausschussvorsitzender Wolfgang Tramp (Die Linke) auf Anfrage. Aus dem Kulturausschuss hatte es in der Vergangenheit Kritik gegeben, als die Stadt zwischenzeitlich mit der Osterburger Carnevals-Gesellschaft (OCG) vereinbart, dass diese das Gebäude für Proben der Tanzgruppen nutzen könne. Kritisiert wurde unter anderem, dass es keine Ausschreibung gab und kein Verein die Möglichkeit hatte, Interesse an einer Nutzung anzumelden. „Doch es hat sich niemand gemeldet“, so Schulz. Und für den Karnevalsverein habe sich die Lage entspannt. „Die Überlegungen wurden getätigt, als der Landkreis die Gebühren für die Nutzung der Sporthallen deutlich anheben wollte. Viele Städte haben Druck gemacht, weil gemeinnützige Vereine das nicht zahlen konnten.“ Die Bemühungen hatten erfolg und so kann der Karnevalsverein weiterhin die Sporthalle am Gymnasium nutzen.

Was bleibt, ist die Frage, wer dem leer stehenden Biesecafé zwischenzeitlich Leben einhauchen könnte. „Eine konkrete Idee haben wir hier auch nicht“, sagt Schulz. Neben dem Caravanstellplatz soll an der Biese auch ein sogenanntes „Tiny House“ entstehen, womit nichts anderes als ein sehr kleines Haus gemeint ist, welches als Unterkunft für Touristen dienen könnte.

Laut Schulz hat Osterburg die Vorauswahl bei einem bundesweiten Förderprogramm überstanden. Eine Entscheidung darüber, ob der Stellplatz mit diesen Fördermitteln gebaut werden kann, steht jedoch noch aus.

Somit ist abzusehen, dass das Biesecafé noch eine Weile leer stehen wird, bevor es als Sozialgebäude genutzt werden könnte. Bei der Frage, ob sich das in Kürze ändert, hofft die Verwaltung auf Impulse durch den Kulturausschuss. Dessen nächste Versammlung ist für den 9. September angesetzt.

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