Ex-Festkoordinator wünscht sich Osterburgs „Stadtinfo“ in Privathand / Idee: Landes-Sporthalle für Konzerte nutzen

„Dann werden die Karten neu gemischt“

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Die Osterburger Stadtinfo muss sich schon auf dem Eingangsschild unterordnen, ihr Schriftzug steht unter dem der Bibliothek. Immerhin prangt das weiße Info-I auf rotem Grund weit oben. An dem aktuellen Gewicht der Stadtinfo ändert das aber nichts.

Osterburg. „Diese Stadt setzt auf Tourismus. Und auch die Bürger haben ihre Ansprüche. Da muss es doch einen optimalen Anlaufpunkt geben. “ Die Osterburger Stadt- und Touristinformation auf private oder halbprivate Füße zu stellen, ist für Hans-Jürgen Fritz, kein Teufelswerk.

„So eine Entwicklung sollte kein Tabu sein. Sehr wahrscheinlich müsste eine solche neue Stadt-Info öffentliche Zuschüsse bekommen. Doch dieses Geld sollte da sein. Nur wer klug und vorausschauend investiert, kann gewinnen“, meint der 62-Jährige, der für die Einheitsgemeinde in den vergangenen Jahren federführend das traditionsreiche Stadt- und Spargelfest organisiert hat.

Momentan ist die Stadtinfo in der Stadt- und Kreisbibliothek am Großen Markt untergebracht. Für den Stendaler ist dieser Standort nicht der beste. „Die Stadtinfo in Osterburg gehört für mich an die Breite Straße, da ist das Leben, da sind die Leute.“ Ein passendes Objekt zu finden, wäre vermutlich ziemlich schwer. „Warum also nicht schon vorhandene Strukturen nutzen? Thorsten Schulz" Firma produziert für die Kommune das Amtsblatt und weitere Druck-Erzeugnisse. Das birgt Synergieeffekte. Die Stadt-Info könnte dort einziehen. Zudem gibt es Mitarbeiter, die sich gut in touristischen Fragen auskennen.“ Einigen Leuten dürfte eine derartige Konstellation womöglich verdächtig vorkommen, sicherlich, doch Schulz engagiere sich nun einmal auch politisch und sitze für die SPD im Stadtrat. „Es lässt sich doch genau festschreiben, was eine Stadtinfo leisten soll und kann und was nicht.“ Der Osterburger Stadtinfo auf diese Weise neuen Schwung zu geben, ist keine ganz neue Idee. „Sie sollte unbedingt wieder auf die politische Tagesordnung. Die Stadt hat große Pläne, da müssen die Voraussetzungen einfach stimmen. Das Potenzial ist doch da.“

Gerade in westdeutschen Städten arbeiteten Stadtinformationen oftmals als GmbH. Und selbst in der Ostaltmark existiere schon ein recht buntes Bild. „In Tangermünde gibt es eine starke private Anbieterin, in Seehausen eine starke städtische, die in die Vermarktung der Wischelandhalle eingebunden ist.

Von Marco Hertzfeld

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