Freiluftbegegnungsstätte bildet Herzstück des Demografie-Literaturhofes

Countdown im Theater: Elfjährige sitzen Probe

Jan Maurice Pommerenke (l.) und Johann-Kenneth Matz sitzen nur fürs Foto in verkehrter Richtung. Die Jungs wissen, wo es langgeht. Das Freilufttheater ist Herzstück des Literaturhofes. Ein „Weg des Buches“, der barrierefreie Zugang, gehört auch dazu. Foto: Hertzfeld

Osterburg. Johann-Kenneth Matz und Jan Maurice Pommerenke sitzen schon einmal Probe. Das Freilichttheater auf dem Hof der Osterburger Bibliothek soll am 13. April innerhalb der ersten Demografiewoche des Landes offiziell eingeweiht werden.

Die beiden Elfjährigen kennen ein derartiges Bauwerk aus dem Fernsehen und dem Geschichtsunterricht. Die neue Begegnungsstätte für Jung und Alt erinnert an ein Amphitheater der Antike, obgleich das streng genommen in sich geschlossen ist. Und natürlich waren die Rundtheater der Alten Römer in der Regel auch eine erhebliche Nummer größer. Osterburgs Gymnasiasten wie Johann-Kenneth und Jan Maurice haben die Baufortschritte in den vergangenen Wochen recht gut verfolgen können, liegt das Theater doch auf dem kurzen Weg zwischen dem Hauptkomplex und einem Nebengebäude.

Marion Patitz, Mitarbeiterin der Bibliothek am Großen Markt, erwartet für den Tag der Einweihung nicht zuletzt die Vorschüler der Tagesstätte „Jenny Marx“ und Großeltern. Wahrscheinlich wird sie Frühlingsgeschichten vortragen, in denen Tiere die Hauptrolle spielen. Der Chor des Gymnasiums will für ein kleines Programm sorgen, das Jung und Alt gleichermaßen gefällt.

Das Freilichttheater ist das Herzstück des „Literaturhofes der Generationen“. Geld aus einem Programm für generationsübergreifende Vorhaben macht ihn erst so richtig möglich. Das Osterburger Projekt musste immer wieder verschoben werden, die Arbeiten laufen länger als geplant. Mit dem Eigenanteil der Kommune werden insgesamt gut 100 000 Euro investiert. Auf dem Literaturhof sollen zudem zahlreiche andere Veranstaltungen stattfinden. Die Kommunalpolitik hofft dadurch auch auf ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt- und Kreisbibliothek.

Von Marco Hertzfeld

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