Brücke und Radweg als Einheit

Ortsbürgermeisterin sieht Verbindung über Uchte als Teil des Vorhabens

Christine Klooß hofft, dass die gesperrte Uchtebrücke bald wieder passierbar sein wird.
+
Seit vielen Jahren setzt sich Ortsbürgermeisterin Christine Klooß dafür ein, dass die Brücke erneuert wird, damit sie wieder von Spaziergängern und Radfahrern passiert werden kann.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
    schließen

Ein neues Fördeprogramm könnte Bewegung in das Bemühen bringen, die Brücke über die Uchte in Walsleben und auch in den Bau des Radweges nach Düsedau zu bringen.

Passend zum Altmärkischen Heimatfest 2019 sollte die Uchtebrücke in Walsleben fertig werden, doch am Ende scheiterte es in einer fehlenden Baugenehmigung Seitdem ist Stillstand. Bei ihren Bemühungen darum, dass die Brücke doch noch gebaut werden kann, erhält Ortsbürgermeisterin Christine Klooß Hilfe von der Stadtverwaltung. Das Bauamt unterstützt sie bei der Antragsstellung für die Fördermittel. Für Klooß gehören Radweg und Brücke unmittelbar zusammen.

Es geht um einen Lückenschluss“, so Klooß bei einem Ortstermin mit der AZ. Viel Herzblut und Engagement steckt die Ortschefin seit 2014 in ihre Bemühungen, dass es einen Neubau für die damals gesperrte Brücke gibt und dass der Radweg nach Düsedau, ein 3,3 Kilometer langes Teilstück gebaut werden kann. Explizit hebt sie auch Wilfried Grupe hervor. Der Walslebener Bürger befasst sich seit Jahren intensiv mit der Thematik. Sie zeigt zwei DIN A 4 Seiten aus einem Aktenordner: Wilfrid Grupe hat von allen Eigentümern das Einverständnis eingeholt, dass der straßenbegleitende Radweg auf ihren Grundstücken gebaut werden dürfte“.

Zuständig für den Bau dieser Radwege ist die Landestraßenbaubehörde. Mit dieser sei sie in regelmäßigem Kontakt. Ihre Hoffnung setzt Klooß auf ein bundesweites Förderprogramm zum Ausbau des Radwegenetzes. Die Frist für die Antragsstellung läuft Mitte Dezember 2022 ab. Bis zu einer Entscheidung werden also noch mindestens knapp zwei Jahre vergehen.

Im Hinterkopf hat sie auch noch die Möglichkeit, dass eine mobile Brücke zum Einsatz kommen könnte, die nur für die Zeit des Altmärkischen Heimatfestes als Zwischenlösung vorgesehen war. Kurzfristig wurde dieses Vorhaben verworfen. Die Brücke stehe derzeit immer noch einsatzbereit bei einer Firma in Schönberg.

Dass die Brücke, die in der Nähe des Sportplatzes in ein angrenzendes Waldgebiet führt, was sich bestens für Radtouren und zum Spazieren gehen eignet, nicht gebaut wurde, hat bei manchen Walslebenern Spuren hinterlassen. „Viele wollten hinschmeißen und hatten keine Lust mehr auf das Heimatfest“. Klooß habe damals appelliert, dies nicht zu tun und „zu zeigen, was wir können“. Auch wenn das Altmärkische Heimatfest ein voller Erfolg wurde, bleibt laut Klooß nun einmal das Gefühl, seit Gründung der Einheitsgemeinde vor gut zehn Jahren abgehängt zu sein und nicht genug gehört zu werden. Doch die Entscheidung über den Radweg liegt nicht in der Hand der Einheitsgemeinde Osterburg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare