Motto „Zukunftslandschaft Arneburg“ für Landesgartenschau 2018 / 15,2 Millionen Euro nötig

Chance mit „super Konzept“

Um die 30 Hektar können die Arneburger für die Landesgartenschau 2018 bieten. Rund 15,2 Millionen Euro sind notwendig.

Arneburg. „Wir tun nicht so als wären wir Großstadt“ und gerade deshalb soll die Landesgartenschau 2018 in Arneburg stattfinden, sagte Gundula Schweizer von der BIG-Städtebau.

Sie und ihr Kollege Klaus-Dieter Steuer stellten Dienstagabend den Stadträten vor, was Arneburg so alles zu bieten hätte für dieses grüne Spektakel. Das Konzept umfasst mehr als 200 Seiten und wird zum Jahresende beim Landesverwaltungsamt sowie im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vorliegen. So jedenfalls wollen es die Stadträte, die mehrheitlich für das Papier votierten, das mit dem Motto „Zukunftslandschaft Arneburg“ überschrieben ist. Eine Entscheidung ob die Elbestädter auch Gastgeber sein dürfen, fällt wohl im März.

Gut 15,2 Millionen Euro sind veranschlagt, um Besuchern auf dem Gelände an der Konservenfabrik allerhand bieten zu können. Das Land stellt um die fünf Millionen Euro in Aussicht, verschiedene Fördertöpfe könnten bedient werden, und für die Stadt würde ein Eigenanteil von rund 4,7 Millionen Euro verbleiben. Für die Kommunalaufsicht sei dies machbar, die Arneburger müssen jedes Jahr Geld zurücklegen. Vize-Bürgermeisterin Martina Stockmann sprach von einem möglichen Darlehen des städtischen Eigenbetriebes. Mit der Landesgartenschau könnten sich Arneburger lang gehegte Wünsche erfüllen. Gundula Schweizer nannte Reitsporthalle, Freilichtbühne oder auch Aussichtsturm. Am südlichen Ortsrand der Stadt befindet sich die einstige Konservenfabrik. Die Tür schloss sich 1990, ein Feuer in 2006 zerstörte vieles. Doch der größte Teil des Gebäudes ist erhalten geblieben. Die Fabrik stellt sowohl für die Schau als auch für die Nachnutzung des Areals den zentralen Anker dar. Die geplante Bühne für bis zu 3000 Besucher, Kosten etwa 2,3 Millionen Euro, soll dauerhaft betrieben werden. Damit hätte Arneburg einen Spielort für Großveranstaltungen, den es in vergleichbarer Größe in der Region nicht gibt. Erste Aktionen unter freiem Himmel könnten schon vor 2018 starten.

Konzept-Verantwortliche gehen von 325 000 Besucher der sechsmonatigen Schau aus. Eine höhere Zahl wäre „Größenwahn“, so Schweizer. In den Folgejahren seien rund 80 000 Gäste jährlich realistisch. Integriert ist auch der Burgberg. Der Blick auf die Elbe sei besonders, doch es gebe viel zu tun. Die Parkanlage stehe Arneburg gut zu Gesicht, gerade innerhalb des touristischen Bereiches. Der Burgberg mache circa drei Hektar aus, der eintrittspflichtige Bereich an der Fabrik etwa 22 Hektar. Dazu kommen noch Parkflächen. Die Schau würde insgesamt 30 Hektar in Anspruch nehmen. Drei Schlagworte sollen für Arneburg stehen: Kulturlandschaft, Gesundheit und Energie. Obstanbau in der Altmark soll großes Thema sein, mit Erzeugung, Verarbeitung und Vertrieb. Sogar ein Weinberg sei denkbar. Spielplätze laden zum Bewegen ein, Indoor-Spielhalle, Fitnessparcours sorgen für Abwechslung zwischen Themengärten, Blumenhalle, Stauden- und Wechselpflanzungen sowie Leistungsschau für Garten- und Landschaftsbaubetriebe.

„Das Konzept ist direkt auf uns zugeschnitten“, so Martina Stockmann. Es sei alles drin, was als Wünsche und Ideen zusammen getragen wurde. Für Stadtrat Carsten Sommer ist das Papier ein „super Konzept“. Er sehe gute Chancen, dass seine Heimatstadt den Zuschlag erhält. Optimistisch sind auch andere, die Liste der Unterstützer ist lang. Darunter die Städte Stendal, Tangermünde, Osterburg, Havelberg und auch der Altmarkkreis Salzwedel.

Von Berit Boetzer

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