Stadtrat von Dessau-Roßlau entscheidet über Bewerbung von Dr. Robert Reck

Bürgermeister „kann sich bewerben, wo er will“

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Dr. Robert Reck hatte im Jahr 2013 die Amtsgeschäfte als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen aufgenommen. Die sieben Jahre sind noch nicht vorbei. Dass er ab 2016 einen anderen Posten antritt, ist möglich.

Seehausen / Dessau. Der Stadtrat der Stadt Dessau-Roßlau hatte gestern Abend die Wahl. Die Mitglieder des Gremiums sollten einen der vom Haupt- und Personalausschuss vorgeschlagenen Bewerber für das Amt des Beigeordneten für Wirtschaft und Kultur der Stadt berufen.

Vier Kandidaten standen zur Verfügung. Einer von ihnen war der amtierende Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen: Dr. Robert Reck.

Die sieben Jahre dauernde Amtszeit, die für Reck 2013 in der Wischestadt begann, ist noch nicht beendet. Nun stand gestern Abend die Möglichkeit im Raum, ab dem 1. Januar 2016 für die Stadt Dessau-Roßlau zu arbeiten.

Das Ergebnis blieb bis Redaktionsschluss offen, auch war Reck selbst telefonisch nicht zu erreichen. Nach AZ-Informationen war er gestern Vormittag auf dem Weg in die Stadt im Süden Sachsen-Anhalts, um persönlich der Entscheidung des Stadtrates beizuwohnen.

„Nüchtern betrachtet, kann er sich bewerben, wo er will“, sagte der Vorsitzende des Verbandsgemeinderates Rüdiger Kloth (CDU) im Gespräch mit der AZ.

Er sei allerdings auch „irritiert über die Bewerbung, da die Zusammenarbeit zwischen Herrn Reck und dem Stadtrat nun gut funktionierte, trotz gewisser Startschwierigkeiten.“ Dies sei „kein gutes Signal“, machte Kloth deutlich. Die Annahme des neuen Postens würde zum Jahresende nicht nur bedeuten, dass die Verbandsgemeinde nach einem Nachfolger suchen müsste. Reck hatte unter anderem auch auf Kreistagsebene einige Funktionen für die SPD-Fraktion inne. Unter anderem ist der Diplom-Wirtschaftsingenieur Mitglied des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus. „Ich würde es persönlich schade finden, wenn er die Altmark verlässt, sagte SPD-Kreistagsvorsitzender Oliver Fleßner gestern gegenüber der AZ. „Ich schätze ihn sehr, höre von der Bewerbung allerdings zum ersten Mal.“

Von Alexander Postolache

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