Landkreis lässt zwei marode Bauwerke bei Dobbrun erst ab 2017 ersetzen / Kosten: Eine Million Euro

Brücken-Ruinen müssen noch halten

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Die Fahrbahn ist eingeengt, der Verkehr darf nur noch einspurig über die Landgraben-Brücke kurz vor Dobbrun rollen.

Dobbrun. Die Sorgenfalten von Thomas Müller, dem Brückenbauer des Landratsamtes, sind nicht unbedingt kleiner geworden. Der Landkreis ist in östlicher Altmark und Elbe-Havel-Winkel für insgesamt 48 Brücken zuständig.

Davon liegen neun Bauwerke im Gebiet der Einheitsgemeinde Osterburg. „Drei Brücken sind neu, eine saniert – fünf müssen noch neu gebaut werden, darunter die beiden im Zuge der Kreisstraße nach Dobbrun. “ Von diesen zwei Überführungen ist die über den Landgraben kurz vor dem Osterburger Ortsteil ob ihres Zustandes bereits seit geraumer Zeit eingeengt. Und maximal 16 Tonnen soll das altersschwache Bauwerk noch tragen dürfen. 2018 soll nun endlich ein Neubau her. Kosten: circa 580 000 Euro.

Das Vorhaben hat es in das Mehrjahresprogramm bis 2019 geschafft. Auf dieser Liste steht auch die zweite Brücke auf der K 1071. Das recht marode Bauwerk über die Cositte soll 2017/18 durch eine Konstruktion für etwa eine halbe Million Euro ersetzt werden. „Beide Brücken stammen aus dem Jahr 1930 und haben eine Neubauempfehlung.“ Die restlichen drei Brücken in Verantwortung des Landkreises müssen noch länger warten.

Mehr sei finanziell derzeit nicht machbar, so Müller gegenüber der AZ.

Das Mehrjahresprogramm wird durch das Gesetz zur Finanzierung von Investitionen des kommunalen Straßenbaus, ehemals Entflechtungsgesetz, gespeist. Das Geld wird jeweils zur Hälfte für Vorhaben des Landkreises und der Gemeinden eingesetzt. Für die Jahre 2015 und 2016 fließen jeweils 2,7 Millionen Euro in die Region, für die Jahre 2017 bis 2018 jeweils noch einmal gut 2,1 Millionen Euro. Die Summe decke nur einen Teil des Bedarfs im Brücken- und Straßenbau ab, heißt es aus dem Landratsamt in Stendal. Unweit der zwei Dobbruner Brücken befindet sich zwischen Osterburg und Meseberg eine nicht minder marode Überführung. Dort ist das Land zuständig. Frühestens 2017 soll sie durch einen Neubau weiter südlich ersetzt werden (die AZ berichtete).

Von Marco Hertzfeld

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