Frust über intransparente Regelungen

Blumenhändler dürfen ab März wieder öffnen

Das Blumengeschäft in der Gartenstraße darf ab März wieder öffnen. Bis dahin sind  Bestellungen weiterhin nur telefonisch möglich
+
Derzeit laufen in dem Blumengeschäft die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung ab kommendem Montag.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
    schließen

Uwe Hofmann betreibt in Seehausen ein Blumengeschäft und hat in der Osterburger Gartenstraße eine Filiale. Er freut sich, dass Blumengerschäfte ab Montag wieder regulär öffnen und die Kunden in den Geschäften bedienen können. Kritik kommt von ihm an der aus seiner Sicht teilweise nicht nachvollziehbaren Corona-Politik des Bundes und der Länder. Der Blumenhändler sieht hier Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlungen.

Osterburg – „Viele Supermärkte haben ihr Sortiment an Blumen aufgestockt, während Fachgeschäfte geschlossen wurden. Es ist ungerecht, wenn einige wenige aus der Krise Kapital schlagen. Zu uns kommenden doch viel weniger Kunden als in einem Supermark“. Trotz des Ärgers ist Hofmann die Vorfreude anzumerken. „Es ist doch auch für die Kunden ein ganz anderes Feeling, wenn sie sich hier im Laden umschauen, die Blumen riechen und sich dann entscheiden, welche Blumen sie kaufen möchten“. Komplett geschlossen waren seine Geschäfte zwar nicht, aber es war den Kunden nur möglich, nach Vorbestellung Blumen am Hinterausgang abzuholen.

Obwohl die Winterzeit nicht zu den umsatzstärksten Monaten in der Branche gehören, sind die Einnahmen laut dem Blumenhändler um 50 Prozent und mehr eingebrochen. „Wer da keine Rücklagen hat, ist schnell Weg vom Fenster.“ Einige seiner acht Angestellten arbeiten in Kurzarbeit. Organisatorisch sei es für ihn in Seehausen einfacher gewesen als in der Filiale in der Biesestadt.

„Dort jemanden hinzusetzen, der nur auf Anrufe wartet, ist jetzt auch nicht optimal“. Derzeit wird am Schaufenster der Osterburger Filiale die Nummer des Seehäuser Geschäftes angegeben. Dort können Kunden dann Wahren bestellen.

Noch gedulden muss sich Andrea Lux, an deren Bekleidungsgeschäft in der Breiten Straße weiterhin der Schriftzug „Corona ist doof“ zu sehen ist. Lux kann nicht nachvollziehen, warum Bekleidungsgeschäfte weiterhin geschlossen sind, aber zum Beispiel Baumärkte wieder aufmachen. „Ich freue mich für jeden, der aufmachen darf, aber warum Baumärkte ab Montag wieder ihre zahlreichen Kunden begrüßen dürfen, kleine Läden aber weiterhin geschlossen bleiben, leuchtet mir nicht ein“. Mit dieser Einschätzung dürfte Lux nicht alleine sein.

Wie mehrere andere Bekleidungsgeschäfte, bietet sie auch an, Bestellungen entgegenzunehmen. Die entsprechenden Telefonnummern sind in den Schaufenstern zu lesen. Die Geschäftsfrau sagt, dass das Angebot von ihren Kunden gut angenommen wird. Etwas Hoffnung, dass sie eventuell ab dem 8. März wieder öffnen darf, hat sie. Diese Möglichkeit stehe im Raum, auch wenn noch nichts offiziell ist. Bis es so weit ist, werden die Kunden sich noch gedulden müssen und auf die corona-bedingt eingeschränkten Angebote zurückgreifen, wenn sie neue Kleidung brauchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare