Stadt Osterburg macht ein Angebot

Biesecafé und Biesebad: Lieferverkehr eingeschränkt möglich

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Jörg Schütze hofft, dass eine Lösung gefunden wird, die es ihm erlaubt, das Café auch in Zukunft wirtschaftlich betreiben.

Osterburg – Jörg Schütze macht sich nach wie vor Sorgen um die Zukunft. Der Betreiber des Biesecafés fürchtet wirtschaftliche Nachteile, da die Stadt die Zuwegung zum Biesecafé für den Autoverkehr aus Sicherheitsgründen gesperrt hat (AZ berichtete).

Auch bei der Stadt erkennt man an, dass es für den Unternehmer problematisch ist, wenn der Lieferverkehr nicht mehr bis zum Eingang vorfahren kann. Sie hat Schütze einen Kompromissvorschlag unterbreitet, um die Folgen abzumildern.

„Die Stadt hat vorgeschlagen, dass es an zwei Tagen in der Woche ein Zeitfenster von zwei Stunden geben soll, das ich am Tag zuvor anmelde, in dem der gesamte Lieferverkehr für die Woche abgewickelt wird.“ Dies gelte auch für das an das Café angrenzende Biesebad. Zwar begrüßt Schütze grundsätzlich, dass die Stadt mit ihm nach einer Lösung sucht, doch den derzeitigen Vorschlag hält er für nicht praktikabel.

„Meine Lieferanten schaffen das organisatorisch nicht. Ich bin ja nicht der Einzige, der von ihnen beliefert wird.“ Schütze schwebt ein Zeitraum vom späten Nachmittag bis in den Abend hinein vor, beispielsweise die Zeit von 16.30 bis 20.30 Uhr. Wichtig ist ihm, dass nach einer Möglichkeit gesucht wird, dass er auch am Wochenende die Möglichkeit bekommt, dass er bis zum Biesecafé vorfahren kann. „Es ginge hier um ein einzelnes Auto“, versichert er. Am Wochenende liefern Schütze und seine Mitarbeiter regelmäßig Essen aus, teilweise für größere Feiern. „Das können wir nicht in der derzeitigen Form aufrechterhalten, wenn sich keine Lösung findet“. Das Ordnungsamt hat Schütze und die Betreiber des Biesebades, das Ehepaar Lenzner, zu einem Gespräch über eine Regelung der Zuwegung eingeladen.

Derzeit sei die wirtschaftliche Lage für den Familienbetrieb noch gut. Doch dies könnte sich schon in Kürze ändern. „Schon im September haben wir kaum noch Laufkundschaft, dann machen wir drei Viertel des Umsatzes mit Lieferungen außer Haus.“ Dazu zählt auch ein Pizzaservice.

Der Stadt geht es um die Verkehrssicherheit. Diese sieht sie aufgrund mehrerer kritischer Vorfälle in der Vergangenheit nicht mehr gewährleistet. In einem Fall soll ein Hund und in einem anderen ein Kind zu Schaden gekommen sein. Betreiber Schütze hofft, dass eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werde. Die Stadt Osterburg habe schließlich auch ein Interesse daran, dass er sein Café weiterhin wirtschaftlich betreiben und Teil des gastronomischen Angebotes bleibt.

VON TOBIAS HENKE

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