Erste Bauteile rollen an

Betrieb im Windpark Osterburg soll bereits im November beginnen

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Am Mittwoch wurden die ersten Bauteile für den Bau dreier Windräder über die Kastanienallee angeliefert. Bis Mitte Oktober sollen voraussichtlich alle benötigten Bauteile angeliefert werden.

Osterburg – Jetzt wird es ernst: Seit Mittwoch werden über die Osterburger Kastanienallee die Bauteile der drei Windräder angeliefert, die in Kürze in der Nähe der Stadtrandsiedlung gebaut werden.

Die AZ war dabei, als einer der über 70 Meter langen Flügel durch die Kastanienallee transportiert wurde.

„Das ist natürlich eine Herausforderung für die Fahrer“, sagt Karsten Kragel von einem Ingenieurbüro in Stendal, der als Bauleiter für die Errichtung der Windräder arbeitet. Es ist bei dem Transport zu erkennen, dass nach oben hin zu den Kastanien noch Spielraum vorhanden ist. Dies muss allerdings auch so sein, damit auch bei den folgenden Transporten alles glattgeht, denn die Flügel sind zwar die längsten, aber nicht die höchsten Bauteile, die durch die geschützte Kastanienallee transportiert werden müssen.

Von Fabian Schwarzlose, ebenfalls in dem Stendaler Ingenieurbüro tätig, war zu erfahren, dass die Transporte aller Bauteile bereits bis Mitte Oktober abgeschlossen sein sollen. „Wenn alles nach Plan läuft, können die Windräder nach und nach ab Mitte November in Betrieb gehen“, sagt er gegenüber der AZ. Von dem Verkauf des Stroms, der durch die drei neuen Windräder produziert wird, sollen auch die Osterburger Bürger beteiligt werden. Möglich gemacht werden soll dies über Schatzbriefe, die erworben werden können. „Das Gesamtvolumen wird sich vermutlich auf 500 000 Euro belaufen“, erläutert Schwarzlose. Das Ingenieurbüro ist auch Betreiber der Windräder. Dies gilt auch für die Energiewerke Osterburg, an dem neben der Stadt auch das Unternehmen Avacon beteiligt ist. Einige Details der Anlagemöglichkeit, die nur Bürgern der Einheitsgemeinde Osterburg ermöglicht werden soll, müssen allerdings noch geklärt werden. „Wir haben eine Bank gefunden, mit der wir bei der Geldanlage für die Osterburger Bürger zusammenarbeiten, aber es ist noch nichts unterschrieben“, so Schwarzlose.

Festgelegt werden müssen in Abstimmung mit der Bank auch noch die Höhe der Zinsen. Außerdem wird es auch eine Mindesteinlage geben sowie eine maximal mögliche Summe, die angelegt werden kann. „Die Maximalhöhe wird sich vermutlich auf 10 000 Euro belaufen“, so Schwarzlose. Die Maximalhöhe gibt es deshalb, da möglichst vielen Bürgern die Möglichkeit gegeben werden soll, ihr Geld zu investieren. Geplant ist, die Schatzbriefe ab Frühjahr 2020 anzubieten.

VON TOBIAS HENKE

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