Bereits jetzt 150 Tonnen eingesammelt / Osterburgs ALS appelliert an Bürger

Beim illegalen Müll droht neuer Rekord

Der Tourenplan führt Holger Schermer in alle Ecken des Landkreises. Der ALS-Mitarbeiter kontrolliert die Wertstoffplätze und räumt zudem auf, was Müllsünder in die freie Natur werfen.
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Der Tourenplan führt Holger Schermer in alle Ecken des Landkreises. Der ALS-Mitarbeiter kontrolliert die Wertstoffplätze und räumt zudem auf, was Müllsünder in die freie Natur werfen.
  • Marco Hertzfeld
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Osterburg. „Da ist schon wieder so ein blauer Sack voller Unrat." Holger Schermer stoppt seinen Transporter vor dem Glas-Sammel-Iglu, zieht sich Handschuhe an und lädt all das auf, was dort nicht hingehört und die Entsorgungsunternehmen auch bei der nächsten Abfuhr nicht mitnehmen müssen.

Der Mitarbeiter der landkreislichen ALS-Dienstleistungsgesellschaft mit Sitz in Osterburg hat insgesamt 370 Wertstoffplätze auf seinem Tourenplan. Er ist pro Woche durchschnittlich 600 Kilometer unterwegs und säubert immer wieder die kommunalen Containerplätze in Osterburg, Seehausen und anderswo.

Wenn Glas nicht in den Containern landet, sondern irgendwo in freier Natur, hat Schermer zusätzliche Arbeit. „Gerade jetzt im Sommer und bei der Waldbrandgefahr können Scherben eine regelrechte Katastrophe auslösen“, schimpft der 47-Jährige. Doch wenn es nur das wäre. Bei seinen Kontrollfahrten entdeckt er regelmäßig Berge von Müll. „Manche scheinen ihren ganzen Hausstand illegal zu entsorgen.“ Kühlschränke, Fernsehgeräte, Sperrholzplatten, Bauschutt, alte Fahrzeugreifen, aber auch stinknormaler Restmüll landen auf der Ladefläche. „Eine empfindliche Nase darf man in diesem Job nun wirklich nicht haben.“ [...]

Von Marco Hertzfeld

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