Auf Altmark-Rassegeflügelschau 24-mal das Prädikat „vorzüglich“ vergeben

Beachtliches Ergebnis

Zwei Altmarkmeister und der Goldbecker Vereinsvorsitzende: Joachim Ackermann, Charlotte Katzke und Ronald Roefe freuen sich über die Anerkennung ihrer Zuchtarbeit.

Goldbeck. Die 46. Altmark-Rassegeflügelschau hatte am Wochenende mehrere Hundert Rassegeflügelzüchter und andere interessierte Besucher bis aus entfernten Ecken der Region wie Tangerhütte, Klötze, Salzwedel und so weiter in die Goldbecker Sporthalle gelockt. Sie war in die 14.

„Mittlere-Uchte-Schau“ der Zuchtfreunde aus Goldbeck und Umgebung integriert und mit insgesamt 1235 ausgestellten Tieren sehr repräsentativ. Zur Eröffnung am Sonnabend waren mehrere Ehrengäste erschienen, unter ihnen der Stendaler Landrat und Schirmherr, Jörg Hellmuth, der Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Arneburg-Goldbeck, Eike Trumpf, sowie der Vorsitzende des Kreisverbandes Stendal der Rassegeflügelzüchter, Kurt Stenzel, und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes im Altmarkkreis Salzwedel, Erhard Dajker.

Trotz des relativ späten Termins der Schau sei ein beachtliches Ergebnis erreicht worden, machte der Vorsitzende des Goldbecker Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV), Ronald Roefe, deutlich. In den Käfigen konnten 99 Gänse und Enten, 164 Hühner, 241 Zwerghühner und 731 Tauben, davon 123 Tiere von Jungzüchtern, betrachtet werden. Die 14 Preisrichter vergaben 24-mal das Prädikat „vorzüglich“ und 43-mal „hervorragend“. Die Tiere von Jungzüchtern wurden dreimal mit „vorzüglich“ und elfmal mit „hervorragend“ bewertet.

Zu den Altmarkmeistern gehört Joachim Ackermann vom RGZV 67 Goldbeck, dessen Zwergenten blau-gelb in der Kategorie Groß- und Wassergeflügel mit 383 Punkten bewertet wurden. Er sei seit 1973 Mitglied im RGZV, zuerst in Arneburg und nun schon länger in Goldbeck, sagte der Lindtorfer der Altmark-Zeitung. „Ich züchte vorwiegend Tauben der Rasse Cauchois, blau-bronze, geschuppt, habe aber diesmal auch Enten ausgestellt. Für seine Tauben hätte er 380 Punkte bekommen und sei damit Vereinsmeister geworden. „Wichtig ist die Nachwuchsgewinnung“, stellte er klar. „Wir freuen uns, dass trotz rückläufiger Mitgliederzahl noch so ein respektables Ergebnis erreicht wurde.“ Der Goldbecker Verein stellt nicht nur einen der fünf Einzel-Altmarkmeister, sondern wurde auch Altmarkmeister der Vereine und gewann insgesamt drei von fünf Leistungspreisen.

Altmarkmeisterin im Jugendbereich wurde die elfjährige Charlotte Katzke aus Bismark, die von ihrem Vater Sven Balfanz begleitet wurde, auf Deutsche Zwerghühner, wildfarbig, für die sie 381 Punkte auf die Bewertungskarte bekam. Sie beschäftige sich mit väterlicher Unterstützung bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr mit diesen Hühnern. „Ich habe damals von einem inzwischen verstorbenen Zuchtfreund aus Tangermünde, Albert Nitzsche, die gesamte Zucht übernommen, und die Arbeit mit den Hühnern macht mir Spaß“, sagte sie. Ihr Vater ergänzte: „Es ist eine der wenigen Rassen, die in Sachsen-Anhalt herausgezüchtet worden ist; sie stammt aus Haldensleben.“

New Hampshire, Farbschlag goldbraun, züchtet Kurt Tannhäuser aus Sanne bei Hassel, Vorsitzender des RGZV Arneburg. Es ist eine mittelschwere Rasse; ein großer Hahn kann bis zu 3,5 Kilogramm und die Henne bis drei Kilogramm schwer werden. „Ich züchte schon seit 1964, auch Zwerg-Wyandotten. Hier habe ich den Farbschlag silber-schwarz gesäumt ausgestellt.“

Die Goldbecker Zuchtfreunde hatten am Wochenende auch für ein ansprechendes Ambiente gesorgt. Dazu gehörten ein reichhaltiges von den Züchterinnen und Züchterfrauen ausgestattetes Kuchenbüfett und eine Tombola mit einem Fahrrad und einer Gans als Hauptpreise.

Von Frank Schmarsow

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