Preisträger im Landes-Architektenwettbewerb „Mut zur Lücke“ gekürt / Eigentümer der zwei leeren Grundstücke haben Qual der Wahl

Ein Bauherr: „Der Sieger gehört zu meinen Favoriten“

Hendrik Gose (v.r.) hat die Qual der Wahl – und den bestplazierten Beitrag im Rücken. Vater und Ortschef Klaus-Peter Gose sowie Gemeindebürgermeister Nico Schulz helfen da nicht. Foto: Hertzfeld

Osterburg. „Der Sieger gehört auch zu meinen eigenen Favoriten“, sagt Hendrik Gose der AZ, lacht spitzbübisch und schaut noch einmal auf den Vorschlag des Preisträgers, der ein Wohnhaus im eher klassisch-modernen Stil vorsieht.

Mehr möchte der Eigentümer des momentan ungenutzten Grundstückes Großer Markt 5 noch nicht verraten. Wenn es ideal läuft und die Finanzierung steht, dann könnten die Bauarbeiten aber auf jeden Fall im Frühjahr nächsten Jahres beginnen. Der Osterburger kann dank des Architektenwettbewerbs „Mut zur Lücke“ aus insgesamt sechs Ideen auswählen, Frank Hahmann für die Bergstraße 5-7 sogar aus sieben. Ein Preisgericht hatte alle Beiträge bewertet. Gestern Mittag sind die jeweils drei Besten ausgezeichnet worden.

Die Einheitsgemeinde Osterburg hat sich zum ersten Mal an dem Wettbewerb beteiligt, das bei der vierten Auflage gleich mit Erfolg und sogar als einzige der acht finalen Kommunen mit zwei leere Grundstücken. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr finanziert den Wettstreit der Architekten zu 100 Prozent. Die Kosten für die Neubebauung trägt der Grundstückseigentümer selbst. Petra Heise, die Geschäftsführerin der Architektenkammer Sachsen-Anhalt, sieht nicht allein die Eigentümer als Gewinner. „Auch die Stadt und die Bürger profitieren davon. Es verschwinden hässliche Narben.“ Osterburgs Stadtplaner Henry Gnauert aus Magdeburg begründete die Entscheidungen der Jury.

Florian Hallmann, Havelberg, überzeugt mit seiner Idee für den Großen Markt 5, gefolgt von René Zein, Aken, und Andreas Möhlmann, Stendal. Bei den Entwürfen für die Bergstraße 5-7 haben Torsten Klocke, Halle, und Sabine Miedlich, Berlin, gemeinsam die Nase vorn. Platz zwei belegt László Ambrus, Berlin, Rang drei Thilo Mehlhase, Dessau-Rosslau. Die Bürger können sich von allen 13 Vorschlägen bis 7. August im Saal der Ernst-Thälmann-Straße 10 selbst ein Bild machen – und diskutieren.

Von Marco Hertzfeld

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