Bauernhof zum Anfassen

„So sehen glückliche Schweine aus.“ Michael Dihlmann (l.) zeigte den Gästen die sanierten Stallgebäude auf dem Gut und erzählte Wissenswertes zur Ferkelaufzucht.

Busch - Von Ivonne Bolle. Traditionell öffnete am Himmelfahrtstag der Biolandhof der Familie Dihlmann in Busch für interessierte Besucher seine Türen. Die Brüder Michael und Jörg Dihlmann boten Führungen an, um über Milchproduktion, Ackerbau und Schweinezucht zu informieren.

„Wir haben die Gulaschkanone fit gemacht, um die Gäste mit deftiger Erbsensuppe zu versorgen“, sagte Michael Dihlmann. „Im nächsten Jahr feiert sie Geburtstag. Dann wird die Kanone 100 Jahre alt.“ Das hohe Alter war der Feldküche jedoch nicht anzusehen. Das Angebot der wärmenden Suppe wurde bei den am Donnerstag doch eher kühlen Temperaturen gerne angenommen. Die Familie begrüßte hunderte Gäste. Immer wieder kehrten Radfahrer ein und Kremserfahrer machten Halt, um sich zu stärken, auszuruhen oder sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb umzusehen. Höhepunkt war unter anderem die Feldbesichtigung mit einem Lanz-Bulldog (45 PS, Baujahr 1939). Auf einem Leutewagen haben die Teilnehmer Platz genommen, um sich die bestellten Ackerflächen anzusehen. Während einer Hofführung machte Jörg Dihlmann auf die Schwierigkeiten der Milchbauern aufmerksam. Trotz der Milchstreiks habe sich nichts geändert, machte der Landwirt deutlich. Der Milchpreis ist nach wie vor im Keller. In Sachsen-Anhalt haben bereits zehn Prozent der Milchbauern ihren Betrieb geschlossen.

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