Planungen für weiteren A 14-Abschnitt fertig / Baubeginn 2019

Autobahnanschluss für Osterburg

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Vertreter der Bürgerinitiative für die A 14 aus Osterburg fordern die schnelle Umsetzung des Projekts. Rechts Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel.

Dolle / Osterburg. In knapp einer Stunde von Magdeburg bis Osterburg. Dieser Traum wird mit dem Autobahnbau wahr. In dieser Woche wurden dafür wichtige Weichen gestellt.

Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes, und Verkehrsminister Thomas Webel (beide CDU) präsentierten den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2. 1.

Mehr als 4000 Seiten in 28 Ordnern umfasst der „Bauplan“ für die 18 Kilometer lange Strecke von Stendal bis Osterburg. Rund 145 Millionen Euro wird das Stück kosten. Fast 50 Ingenieurbauwerke, darunter 17 Brücken, werden gebaut. Besonderes Augenmerk gilt dem Naturschutz. Für Fledermäuse und Wild wird es eigene Querungshilfen geben. Aber auch an die Menschen ist gedacht. Bei Belkau entsteht ein 800 Meter langer Lärmschutzwall.

Die Planungen für dieses Stück haben sechs Jahre gedauert und seien unter anderem wegen zwischenzeitlicher Änderungen im Wasserrecht besonders schwierig und langwierig gewesen. Außerdem waren zahlreiche Einwände zu berücksichtigen. Der Minister lobte die Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation BUND, die sich jetzt konstruktiv in die Autobahnplanung einbringe.

Die fertigen Unterlagen werden vom 7. bis 21. März in den beteiligten Kommunen Osterburg, Bismark, Stendal und Arneburg-Goldbeck öffentlich ausgelegt. Bis zum 23. April kann Widerspruch eingelegt werden. „Ich hoffe für die Altmärker, dass niemand den Weg zum Gericht sucht“, so der Minister. Das würde das Projekt möglicherweise um Jahre verzögern.

Nach jetzigem Zeitplan soll noch in diesem Jahr mit bauvorbereitenden Maßnahmen für den Abschnitt begonnen werden. Die Baufahrzeuge können aber erst anrollen, wenn auch für das Autobahnstück von Lüderitz bis Stendal Baurecht vorliegt. Das wird im Laufe des Jahres erwartet. Beide Stücke sollen ab kommendem Jahr in einem Zuge gebaut werden. Als Fertigstellungstermin für die zusammen 30 Kilometer lange Strecke nannte Webel 2022.

Bisher ist in Sachsen-Anhalt ein knapp fünf Kilometer langes Autobahnstück bei Colbitz befahrbar. Zwischen Colbitz und der künftigen Abfahrt Tangerhütte wird derzeit auf rund acht Kilometern gebaut (geplante Fertigstellung 2020). Das nächste Stück bis Lüderitz (16 Kilometer) ist in der Bauvorbereitung. Für alle weiteren Abschnitte in Sachsen-Anhalt seien die Planungen auf der Zielgeraden.

Webel bekräftigte seine Zuversicht, dass der gesamte 155 Kilometer lange Lückenschluss bis Anfang der 2020er Jahre für den Verkehr freigegeben sein wird – wenn es keine Klagen gibt.

Von Christian Wohlt

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