Bürgermeister verspricht sich neue Arbeitsplätze durch den Bau der A 14

Autobahn 14 als Jobmotor?

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Nico Schulz hofft, dass sich mit der Autobahn neue Unternehmen in Osterburg ansiedeln.

Osterburg – Dass die Autobahn gebaut wird, erscheint sicher. Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz rechnet damit, dass sie 2023 fertig sein könnte.

Die Stadtverwaltung hat frühzeitig die Initiative ergriffen, um Voraussetzungen zu schaffen, dass sich in der Biesestadt durch den Autobahnanschluss mehr Unternehmen ansiedeln könnten. So war beispielsweise der Flächennutzungsplan der Stadt geändert worden, um das Gewerbegebiet an der Autobahn ausweisen zu können. (AZ berichtete).

Die Pläne für die Errichtung eines Autohofes bei Storbeck, in unmittelbarer Nähe der geplanten Autobahnausfahrt, wurden kürzlich festgezurrt. Ein rund 20 Hektar großes Flurstück wurde an einen Investor verkauft. „In dem Gewerbegebiet wird ein Autohof entstehen. Hierfür konnten wir einen Hamburger Unternehmer gewinnen“, so Schulz gegenüber der AZ. Vor dem Verkauf hatte er gemeinsam mit Stadtkämmerer Detlef Kränzel ein Wertgutachten eingeholt und das künftige Gewerbegebiet für 400 000 Euro verkauft.

Der Bürgermeister erhofft sich, dass weitere Unternehmen folgen werden und die Osterburger davon dann in Form von neuen Arbeitsplätzen profitieren können. „Mittel- und langfristig wird sich vermutlich die Frage stellen, ob die Größe des Gewerbegebietes ausreicht.“ Der Autohof werde auf fünf bis sechs Hektar der Fläche gebaut. Die Stadt hat sich rechtlich dahingehend abgesichert, dass mit dem Bau des Autohofes spätestens zwei Jahre nach Fertigstellung der Autobahn begonnen werden muss. „Der Unternehmer will ja Geld verdienen. Ich glaube daher, dass er so früh wie möglich mit dem Bau des Autohofes beginnen wird.“

Der Bau des Abschnittes zwischen Stendal und Osterburg könne laut Schulz im Prinzip schon jetzt beginnen, doch ist vorgesehen, dass er gleichzeitig mit der Strecke von Lüderitz nach Stendal fertiggestellt wird, da es in Stendal sonst zu Verkehrsproblemen führen würde, weil der Durchgangsverkehr in diesem direkt durch das Zentrum der Rolandstadt führen würde.

„Die Erfahrung zeigt, dass nach Erteilung der Baugenehmigung für Straßen etwa drei Jahre vergehen, bis sie fertiggestellt sind“, so Schulz. Gegen den Bau des Abschnittes Lüderitz-Stendal gebe es derzeit noch eine laufende Klage, die jedoch keine aufschiebende Wirkung habe. Schulz hofft, mit seiner Prognose bezüglich der Fertigstellung recht zu behalten.

VON TOBIAS HENKE

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