Mehr als die Hälfte der Landkreisschüler aus Osterburg / Klavier gibt bei Instrumenten den Ton an

In der Außenstelle spielt die Musik

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Julian Gorus, seit gut vier Jahren Schulleiter, probt vorm Konzert mit einem Schützling.

Osterburg. Deutlich mehr als die Hälfte der Kreismusikschüler kommt aus Osterburg und Umgebung. Schlafende Hunde will Leiter Julian Gorus aber damit bitte auf keinen Fall wecken.

Havelberg bleibe der Hauptsitz und die Biesestadt die Außenstelle, auch wenn sie stärker als eine bloße Dependance sei. „Wir fühlen uns an beiden Standorten sehr wohl. Wir sitzen ja in Osterburg an der Bahnhofstraße in einem Gebäude, das erst vor sieben, acht Jahren eingeweiht worden ist. “ 385 Menschen haben 2017 die Angebote der Bildungsstätte genutzt, in etwas so viele wie im Jahr davor. 2014 waren es 424, ein Spitzenjahr. Über den einen oder anderen Schüler mehr würde sich der gebürtige Bulgare freuen. „Ein paar Kapazitäten sind noch frei. “.

Was Gorus und 13 Kollegen leisten, zeigt eine zweite Zahl. 9022 Unterrichtsstunden stehen in der Bilanz für 2017, immerhin 318 mehr als im Vorjahr. Von 2013 bis einschließlich 2016 wurde die 9000er-Marke nicht geknackt. Gorus weiß, wie wichtig Zahlen sind, will diese aber auch nicht überbewertet sehen. „Letztendlich zählt das Inhaltliche, die Qualität des Unterrichts. Und das lässt sich in Zahlen allein nicht ausdrücken“, sagt der 40-Jährige im AZ-Gespräch. Mehr als 15 Unterrichtsorte, Ausbildung an Instrumenten, Musiktheorie, Teilnahmen am Wettbewerb „Jugend musiziert“, vorweihnachtliche Auftritte, Schuljahresabschlusskonzerte, neu eingeführte Klassenvorspiele im Frühling ... Die Palette der Aktivitäten sei beachtlich und durchaus breit.

Instrument Nummer eins in der Schule „Ferdinand Vogel“ sei und bleibe das Klavier. Die Zahl steigt sogar kontinuierlich an. 98 Schüler waren es 2013, inzwischen sind es 127. „Das Klavier ist beliebt und gerade für Kinder ein besonderes Instrument. Beide Hände werden überaus aktiv eingesetzt. Dann dieser Klang und diese Vielfalt an Werken“, schwärmt der Leiter, selbst Pianist. Die weitere Hitliste: Gitarre (51 Schüler), Schlaginstrumente (21), Keyboard (20), Blockflöte (19) und so weiter und so fort. „Musik bereichert unser aller Leben.“

Mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Stendal gibt es eine zweite kommunale Einrichtung dieser Art im Landkreis.

Von Marco Hertzfeld

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