Mini-Kreisel oder Kreuzung: Landkreis geht das Geld aus / Osterburg hofft auf neuen Fördertopf 2020

Ausbau des Nord-Knotens auf Eis gelegt

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Dort passiert erst einmal nichts. Wie der unübersichtliche Verkehrsbereich im Osterburger Norden gestaltet werden soll, wollen Verwaltung und Politik dennoch bereits entscheiden.

tz Osterburg. Der Um- und Ausbau des Knotenpunkts Seehäuser Straße / Krumker Straße ist erst einmal auf Eis gelegt. Das Projekt im Norden Osterburgs sollte über das sogenannte Entflechtungsgesetz gefördert werden.

Bauamtsleiter Matthias Köberle hatte für den Fachausschuss am Montagabend keine gute Nachricht. „Der Landkreis hat bei anderen Maßnahmen erhebliche Mehrkosten. Damit reicht das Geld nicht mehr aus. Da wir mit der Umsetzung unseres Vorhabens noch nicht begonnen haben, trifft es uns. “ Die Arbeiten hätten 2019 komplett erledigt werden müssen, zumal das Programm ausläuft.

Die bisherigen Anstrengungen sollen nicht umsonst gewesen sein. Die Frage, womit sich der unübersichtliche Bereich neu ordnen lässt, mit einer Kreuzung oder einem Kreisverkehr, beschäftigt schon seit einiger Zeit Osterburgs Bauverwaltung sowie Ausschüsse und Stadtrat. Amtsleiter Köberle verweist im Gespräch mit der AZ auf ein mögliches anderes Förderprogramm ab 2020. Zumindest sei ein neuer Fördertopf vom Land bereits angekündigt worden. „Wir müssen mit der Entwicklung also einfach ein Stück weit leben und sollten weiter optimistisch bleiben.“ Allein könne die Einheitsgemeinde ein solches Bauvorhaben nicht stemmen.

Köberle wirbt dafür, das Bauvorhaben trotz allem voranzutreiben und vorbereitet zu sein, wenn sich ein Geldtopf öffnet. Der Stadtrat könnte im April oder auch eine Sitzung danach entscheiden, welche Variante zum Zug kommt. Zwei Möglichkeiten sind noch im Rennen. Im Bauausschuss herrschte an diesem Abend ein Patt. Horst-Dieter Guse und Torsten Werner (CDU) votierten für eine Kreuzung, Kostenpunkt: 595 000 Euro. Wolfgang Tramp (Linke) und Rainer Moser (SPD) sprachen sich für den Mini-Kreisel aus, wie es ihn ähnlich schon auf der Scharnhorststraße in Stendal gibt. Diese Variante würde 650 000 Euro kosten. Weil er mit einem Grundstück an den Bereich angrenzt, durfte Ausschussvorsitzender Matthias Lenz (CDU) nicht abstimmen. Das letzte Wort hat, wie schon erwähnt und üblich, der Stadtrat.

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