Theater der Altmark möchte schnellstmöglich in Kreveser Ruine auftreten

Vorhang auf im Dorfwohnzimmer

Saubermachen in Kreveser Ruine
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In dieser Ruine des ehemaligen Gutsverwalterhauses in Krevese möchte das Theater der Altmark schnellstmöglich auftreten. Doch bevor das so weit ist, beseitigten fleißige Helfer bei einem Aufräumseminar erst mal das Unkraut.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Krevese. Der Weg bis zur Fertigstellung des Open-Air-Wohnzimmers im ehemaligen Gutsverwalterhaus in der Osterburger Ortschaft Krevese ist eine lange Strecke. Bisher konnte der Giebel gesichert und in und an dem Areal aufgeräumt werden.

Träger des Förderprojektes „Inwertsetzung der Ruine des barocken Verwalterhauses (1721) am Herrenhaus Krevese als Open-Air-Dorfwohnzimmer” ist die Gartenakademie Sachsen-Anhalt. Eigentümer der Ruine und Projektpartner der Akademie sind Rainer Kranz und Ralf Engelkamp, denen auch das Herrenhaus einige Schritte weiter gehört. Am Rande des jüngsten Aufräumseminars gaben beide bekannt, dass das Theater der Altmark in Stendal (TdA) großes Interesse hat, schnellstmöglich im Dorfwohnzimmer aufzutreten. Es möchte an verschiedenen Orten in der Altmark sein Theater- und Kulturprogramm direkt für die Menschen dort weiter ausbauen. Das Kreveser Dorfwohnzimmer soll, ähnlich wie die Aufführungen in der nordwestlichen Altmark in der Klosterruine Arendsee, ein Theater-Standort im Nordosten der Region werden. Dabei ist den Theatermachern so ziemlich egal, ob das Dorfwohnzimmer, das künftig für maximal 176 Personen ausgerichtet ist, schon fertig ist oder noch ein Provisorium darstellt. Nicht ausgeschlossen sei, so hieß es, dass schon in der wärmeren Zeit des nächsten Jahres die Schauspieler aus der Rolandstadt Stendal in Krevese auf der mobilen Bühne stehen.

Doch am Wochenende krempelten viele fleißige Helfer die Ärmel hoch und absolvierten das Aufräumseminar – so nannte Engelkamp den Arbeitseinsatz. Es wurden unter anderem geschädigte Bäume gefällt und das mannshohe Unkraut in der Ruine beseitigt. Immerhin war der letzte Einsatz vor zwei Jahren. Coronabedingt konnte nicht weiter gemacht werden. Allerdings, so Engelkamp, habe man mit der Lebenshilfe in Osterburg einen neuen Partner gefunden. Die jungen Menschen starteten im vergangenen Jahr einen internen Aufräumeinsatz. Untätig sei man in der coronabedingten Zwangspause nicht gewesen, denn es konnten die Planungen fortgeführt werden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 150 000 bis 200 000 Euro. „Die Summe ist eigentlich überschaubar, aber ohne Fördergeld können wir das Vorhaben nicht vollenden“, weiß Engelkamp, der sich auch über finanzielle Unterstützung eines Windkraftanlagenbetreibers freut.

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