Vorsitzender zeigt sich optimistisch

Förderverein Schloss Krumke ist wegen Corona in finanzieller Schieflage

Derzeit finden wegen Corona keine Veranstaltungen im Krumker Kavaliershaus statt. Im Sommer 2020 war dies anders.
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Kurzzeitig waren im vergangenen Sommer wieder Veranstaltungen im Kavaliershaus möglich. Weil dies derzeit untersagt ist, verhandeln der Förderverein und Betreiberin Annegret Spillner zurzeit über die Miethöhe.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Die größte und neben den Mitgliedsbeiträgen in überschaubarer Größenordnung auch einzige Einnahmequelle des Fördervereins Schloss Krumke sind die Mieteinnahmen für das Kavaliershaus. Dort können derzeit aufgrund der Corona-Bestimmungen keinerlei Veranstaltungen stattfinden und auch keine Gäste bewirtet werden. Aufgrund der wegbrechenden Einnahmen haben sich der Verein und Betreiberin Annegret Spillner auf eine Reduzierung der Mietzahlungen geeinigt.

Krumke – Konkrete Zahlen nennt der Vorsitzende des Vereins, Klaus Quiatkowski, aus nachvollziehbaren Gründen nicht. „Wir sind derzeit darüber in Verhandlungen, wie es weitergeht“, sagt der Architekt auf AZ-Anfrage. Beide Seiten würden die Schwierigkeiten auf der jeweils anderen kennen und sind gewillt, dass eine für beide Seiten tragbare Lösung gefunden wird. „Wir kriegen das hin“, verbreitet Quiatkowski Zuversicht.

Beide Seiten sind sich einig, dass das Kavaliershaus als Kultur- und Veranstaltungsort unbedingt erhalten bleiben muss. Auf staatliche Finanzhilfen hofft der Vereinsvorsitzende nicht: „Wir sind ein gemeinnütziger Verein, könnten zum Beispiel auch Spendengelder entgegennehmen. Finanzielle Entschädigung für entgangene Mieteinnahmen zu bekommen dürfte kaum möglich sein“, schätzt Quiatkowski die Lage ein.

Kontakt halten die Mitglieder des Vereins derzeit nur telefonisch sowie über What‘s App. „Das Vereinsleben steht im Moment still.“ Einige der Mitglieder waren laut dem Vereinsvorsitzenden mit Corona infiziert. „Inzwischen sind aber alle wieder wohlauf“, hat er gute Nachrichten in Bezug auf den Krankheitsverlauf.

Die für dieses Jahr angedachten Vorstandswahlen müssen erst einmal verschoben werden. „Ursprünglich hatten wir gehofft, dass die Wahlen im April stattfinden können, aber das sieht ja nicht danach aus, als ob das klappen könnte. Dann müssen wir das halt im Sommer oder Herbst machen“, glaubt Quiatkowski, dass eine Versammlung noch in diesem Jahr stattfinden kann. Davon, dass in der Gastronomie Lösungen gefunden werden, damit es dort weitergehen kann, wird es maßgeblich abhängen, ob sich die finanzielle Situation des Fördervereins Schloss Krumke weiter verschärft oder ob die Normalität wieder Einzug in das Alltagsleben hält.

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