Bauträger erläutern Pläne

Wohngebiet mit grünem Anstrich

Matthias Lenz und Glen Maurer stellen Pläne für Wohngebiet vor
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Matthias Lenz (l.) und Glen Maurer halten den Plan für das Wohngebiet in die Kamera. Die Wohnungen sollen auf der Grünfläche entstehen, die im Hintergrund zu sehen ist.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Osterburg – Matthias Lenz hofft, dass in der nächsten Sitzungsfolge das Wohngebiet „Am Werder“ wieder auf die Tagesordnung der Osterburger Ausschüsse und des Stadtrates kommt, damit er gemeinsam mit Glen Maurer die Planungen für das Vorhaben weiter vorantreiben kann. Beide sind Geschäftsführer des Unternehmens, das rund 20 Baugrundstücke erworben hat. Diese liegen gegenüber den Werderwiesen. In der vorletzten Sitzungsfolge war ein erneuter Aufstellungsbeschluss vertagt worden, da sich nach Protesten von Anwohnern der Wiesenstraße eine Mehrheit dafür gefunden hatte, einen Beschluss zu vertagen. Ein erneuter Aufstellungsbeschluss war notwendig geworden, da eine Erschließung über die Bismarker Straße nicht mehr möglich ist, da sich die Erschließungsträger nicht mit einem Grundstückseigentümer einig wurden (AZ berichtete).

„Unsere erste Idee, wie die Erschließung erfolgen sollte, war aber von Anfang an die Wiesenstraße. Die Bismarker Straße kam nach einem Vorschlag des Planers ins Spiel“, erläutert Lenz. Wenn der Schwarze Weg im Zuge der vorbereitenden Baumaßnahmen ertüchtigt wird, soll es laut Lenz einen durch einen abgesenkten Bordstein abgetrennten Gehweg geben, der eine Breite von 1,50 bis zwei Metern haben soll. Damit möchten Lenz und Maurer der Tatsache Rechnung tragen, dass an den Werderwiesen regelmäßig Spaziergänger unterwegs sind. Auf den Werderwiesen selbst wird keine einzige Wohnung entstehen. „Hier bleibt alles grün“, so Maurer mit Blick auf die Werderwiesen. Das Wohngebiet selbst soll laut Lenz und Maurer „das Grünste in der Altmark“ werden. So werden die Heizungen etwa mit Fernwärme betrieben, es werden mehrere E-Ladesäulen für Autos und voraussichtlich auch für E-Bikes auf den Baugrundstücken errichtet und es muss für Grünbepflanzung gesorgt werden. „Schottergärten sind nicht erlaubt“, so Maurer. Bezüglich der konkreten Planungen soll in Kürze ein Treffen mit Anwohnern der Wiesenstraße und auch Vertretern des Ortschaftsrates stattfinden.

Mehrere Anwohner der Wiesenstraße hatten in einer Stadtratssitzung gegen das Vorhaben protestiert und unter anderem die Sorge geäußert, dass die Wiesenstraße unter einem verstärkten Verkehrsaufkommen zu leiden habe, falls der Schwarze Weg als Zufahrt genutzt werde. „Das wären dann morgens und abends jeweils etwa 30 Autos“, vermutet Lenz. Aus seiner Sicht ein überschaubarer Rahmen.

In vergangenen Stadtratssitzungen wurden teilweise auch Zweifel daran laut, ob in Osterburg tatsächlich eine hohe nachfrage nach Wohnungen vorhanden ist, schließlich soll im Osterburger Norden ein weiteres Wohngebiet entstehen (die AZ berichtete).

„Alleine durch die Berichterstattung in der Öffentlichkeit wurden etliche Interessenten auf unsere Pläne aufmerksam. Wir könnten von jetzt auf gleich bereits drei Viertel der Grundstücke verkaufen“, sagt Lenz, der nicht nur Bauherr ist, sondern auch Vorsitzender des Bauausschusses. Als solcher hat er aber, genau wie auch als Stadtrat, in Fällen, in denen eigene Interessen betroffen sind, kein Stimmrecht.

Wie Lenz hofft auch Glen Maurer darauf, dass die Pläne für das Vorhaben genehmigt werden. „Wir wollen doch alle, dass sich Osterburg entwickelt.“ Das geplante Wohngebiet nahe der Werderwiesen wäre laut Lenz und Maurer ein Schritt, um attraktiven Wohnraum zu schaffen.

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