Investor stellt Pläne vor

Auf den Werderwiesen entstehen neue Baugrundstücke

Der Schwarze Weg ist eine nicht ausgebaute Straße, bei der es es sich um eine Querstraße zur Wiesenstraße handelt.
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Die Zuwegung zum neuen Wohngebiet soll über den Schwarzen Weg erfolgen
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Immer noch überrascht ist Baunternehmer und Stadtrat Matthias Lenz über den Gegenwind, den es im Stadtrat jüngst gegen das geplante Baugebiet auf den Werderwiesen gab, schließlich habe es vor dem ersten Aufstellungsbeschluss, der zunächst eine Zufahrt über die Bismarker Straße enthielt (AZ berichtete), fast keine Kritik gegeben.

Osterburg – Für die geänderten Pläne des Investors, der die Zuwegung nun über den Schwarzen Weg vornehmen wird, gab es in der jüngsten Stadtratssitzung Kritik von Anwohnern, die dazu führte, dass der Aufstellungsbeschluss verschoben wurde und erneut zur Beratung in die Ausschüsse geht. Gegenüber der AZ hat Lenz, der auch Vorsitzender des Bauausschusses ist, Details der Pläne für das neue Wohngebiet erläutert.

„Wir wollen nicht nur Häuser zur Miete oder zum Kauf bauen, sondern auch Baugrundstücke zum Kauf anbieten“, erläutert Lenz. In besagter Stadtratssitzung wurde unter anderem die Frage nach dem Bedarf an weiterem Wohnraum in Osterburg in den Raum geworfen. „Allein nach den letzten Zeitungsberichten hatten wir zwölf Anfragen für Baugrundstücke.“

Trotz mehrerer kritischer Anmerkungen im Stadtrat geht Lenz davon aus, dass das Vorhaben durch das Gremium abgesegnet wird. Mit dem Aufstellungsbeschluss, der in der jüngsten Sitzung verschoben wurde, würde es zunächst allerdings nur um eine detaillierte Planung gehen, die Lenz dann in Angriff nehmen könnte. Einen expliziten Beschluss zum Bauvorhaben stünde dann noch aus. „Dadurch, dass es jetzt verschoben wurde, verlieren wir rund zweieinhalb Monate. Vor allem ist dann ja auch noch die Sommerpause, weswegen wir weitere Zeit verlieren werden.“ Die Kritik der Anwohner nimmt der Bauherr zur Kenntnis, findet es auch „richtig, dass sie geäußert wurde“, er hätte sich jedoch gewünscht, dass dies früher geschieht.

Nicht nachvollziehen kann Lenz die generelle Kritik daran, dass die Zuwegung zu dem Wohngebiet über den Schwarzen Weg erfolgen soll. Lenz sieht in dem Ausbau gar einen Gewinn für die Bevölkerung. „Es geht hier um 130 Meter, die ausgebaut werden. Und wenn man sich den Zustand des Schwarzen Weges mal anschaut, dann ist es zum Beispiel für Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer derzeit kaum möglich, den Weg zu passieren.“

Die Bäume entlang des Teils des Schwarzen Weges, der ausgebaut wird, müssen im Zuge der Baumaßnahmen laut Lenz nicht gefällt werden. Er macht jedoch eine Einschränkung: „Von uns werden sie nicht gefällt, aber viele der Bäume sind krank. Es könne daher sein, dass Fällungen notwendig werden.“

Anwohner der Wiesenstraße, die in der Ratssitzung die Pläne kritisierten, befürchten insbesondere ein verstärktes Verkehrsaufkommen, falls das Wohngebiet wie geplant gebaut werden sollte.

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