Betreiber sieht keine Versäumnisse

Anzeige gegen Mastanlage Wasmerslage: Prüfung läuft noch

Heidrun Spengler-Knappe, Geschäftsführerin der LFD-Holding, stand im April im Stadtrat Rede und Antwort. Derzeit läuft eine Anzeige wegen eines möglichen Tierschutz-Verstoßes gegen das Unternehmen.
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Heidrun Spengler-Knappe, Geschäftsführerin der LFD-Holding, stand im April im Stadtrat Rede und Antwort. Derzeit läuft eine Anzeige wegen eines möglichen Tierschutz-Verstoßes gegen das Unternehmen.

Wasmerslage – Vor rund zwei Wochen wurde gegen die Mesa Agrar GmbH, den Betreiber der Schweinemastanlage, eine Strafanzeige wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Bei der LFD Holding, dem Mutterkonzern des Betreibers, sieht man keine Versäumnisse.

Zuständig für die Überwachung der Einhaltung der Tierschutzbestimmungen ist das Kreisveterinäramt. „Die Prüfung der Anzeige läuft derzeit noch. In dem Betrieb hat eine weitere Kontrolle stattgefunden. Dabei konnte der Verdacht auf tierschutzrechtliche Verstöße nicht ausgeschlossen werden. Es werden tierschutzrechtlichen Maßnahmen geprüft“, schreibt Angela Vogel, Sprecherin des Landkreises, auf eine entsprechende Anfrage der AZ. Um die Vorwürfe zu prüfen, hat der Landkreis betriebliche Unterlagen eingefordert, die derzeit durch die zuständigen Stellen geprüft werden. Details zu den konkreten Vorwürfen konnte der Landkreis derzeit aufgrund der laufenden Untersuchungen noch nicht nennen.

Auch das Unternehmen bestätigt, dass aufgrund der Anzeige eine Kontrolle stattgefunden habe. „Nach der Kontrolle wurde ein Protokoll angefertigt, das von beiden Seiten gegengezeichnet wurde“, erläutert LFD-Pressesprecher Ralf Beke-Bramkamp. „Wir sind überzeugt, dass wir die rechtlichen Bestimmungen alle einhalten“, rechnet er nicht mit Konsequenzen nach der Anzeige.

Die Mesa Agrar GmbH hatte sich vor der parlamentarischen Sommerpause mit der Stadt Osterburg darauf verständigt, dass eine Modernisierung der vorhandenen Ställe im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Vertrages geregelt wird. Davon unberührt bleibt eine Klage der Stadt Osterburg gegen eine Genehmigung zum geplanten Ausbau der Mastanlage auf einen Bestand von über 40 000 Zuchtferkeln. Derzeit bietet die Anlage für rund 10 000 Tiere Platz. Doch im Moment wird dieses Maximum nicht erreicht. So sind derzeit etwa 700 Jungsauen und 3000 junge Mastschweine im Stall. VON TOBIAS HENKE

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