Geplantes Wohngebiet an den Werderwiesen steht weiter in der Kritik

300 Unterschriften gesammelt

Die Anwohner der Wiesenstraße befürchten ein verstärktes Verkehrsaufkommen, falls die Zuwegung zu dem geplanten Wohngebiet über den Schwarzen Weg erfolgen sollte.
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  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Anwohner und Unterstützer machen weiter mobil gegen ein geplantes Wohngebiet an den Werderwiesen. Lars Henning hatte in diesem Zusammenhang ein Bürgerbegehren zum Schwarzen Weg an Bürgermeister Nico Schulz (FW) übergeben, in die ablehnende Haltung dargelegt wurde. So sind insbesondere die Anwohner der Wiesenstraße nicht damit einverstanden, dass diese die Zuwegung zu dem neuen Wohngebiet werden soll. Mitinitiator Henning wohnt in der Bismarker Straße, über die ursprünglich die Zuwegung gebaut werden sollte.

„Wir haben rund 300 Unterschriften gesammelt, die wir Herrn Schulz übergeben werden.“ Dies sei auch vor dem Hintergrund geschehen, dass Schulz zu ihm gesagt habe, dass er glaubt, dass vor allem Anwohner der Wiesenstraße gegen den Bau des neuen Wohngebietes seien. Bürgermeister Schulz sagt gegenüber der AZ, dass er dies damals bezüglich einer ersten Unterschriftensammlung gemeint habe, auf der sich hauptsächlich Anwohner befunden hätten. „Inzwischen hat sich dann doch herausgestellt, dass etliche Osterburger gegen das Vorhaben sind, die nicht in der Wiesenstraße wohnen“, erkennt Schulz an. Lars Hening möchte die Unterschriften in der nächsten Stadtratssitzung übergeben. In der vergangenen Sitzungsfolge hatten sich mehrere Bürger kritisch gezeigt und Zweifel an dem Bedarf für neues Bauland geäußert. Daraufhin war der Aufstellungsbeschluss für das „Wohngebiet am Werder“ von der Tagesordnung genommen worden. Wie auf Nachfrage bei Bauamtsleiter Matthias Köberle zu erfahren ist, steht in der Sitzungsfolge Anfang Mai kein Beschluss zu dem geplanten Wohngebiet auf der Tagesordnung. „Ob das gesamte Vorhaben seitens des Investors noch mal überdacht wird, weiß aber nicht“, so Bürgermeister Schulz.

Somit bleibt die Frage, ob das Vorhaben realisiert wird, zunächst einmal in der Schwebe. Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan wäre ohnehin zunächst einmal die detaillierte Planung ermöglicht worden, noch nicht der konkrete Bau. In dem über mehrere Jahre ausgearbeiteten Flächennutzungsplan der Stadt ist das Gebiet an den Werderwiesen als Wohngebiet ausgewiesen. Einwendungen von Anwohnern hatte es hierzu nicht gegeben. Mit der Änderung der Zuwegung änderte sich dies jedoch und die Anwohner fanden bei mehreren Bürgern Gehör.

Lars Henning bezweifelt, ob der Bedarf an Wohnbebauung so groß ist, wie ihn die Stadt darstellt. Das Bauamt und auch Bürgermeister Nico schulz hatten in der Vergangenheit mehrfach darauf verwiesen, dass ein hoher Bedarf an Wohnraum besteht.

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