Autorin Diana Kokot hielt die Laudatio auf Preisträgerin Annegret Spillner.

Osterburg: „Ein Anker in schweren Zeiten“

Diana Kokot hielt die Laudatio auf Annegret Spillner
+
Autorin Diana Kokot hielt die Laudatio auf Preisträgerin Annegret Spillner, die mit dem Kulturpreis der Hansestadt Osterburg ausgezeichnet wurde.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
    schließen

Die Protagonistin des Abends fasste sich sehr kurz – Annegret Spillner hielt nur eine kurze Ansprache, als sie am Dienstagabend mit dem Kulturpreis der Hansestadt Osterburg ausgezeichnet wurde, der wie gewohnt während der Literaturtage vergeben wurde.

Osterburg - Ebenfalls anwesend waren auch Ricarda Magull und Enrico Potzesny, beide Teil des Kavaliershaus-Teams um Leiterin Annegret Spillner. Die Auszeichnung galt in erster Linie dem Kavaliershaus als Einrichtung. „Ich freue mich sehr und möchte mich bei meinem Team bedanken.“ Ohne dieses sei es nicht möglich, ein vielfältiges kulturelles Programm auf die Beine zu stellen, so Spillner.

In ihrer Laudatio wählte Schriftstellerin Diana Kokot mehrfach Analogien aus dem Bereich der Schifffahrt: „Für viele Kulturschaffende war das Kavaliershaus in der Coronazeit ein Anker, denn dort war es mit als Erstes wieder möglich, aufzutreten.“ Annegret Spillner und ihr Team hätten auch in stürmischen Zeiten Kurs gehalten und vielen Künstlern früh Auftritte ermöglicht, während es woanders vielfach noch nicht wieder möglich war.

Kokot zitierte auch aus dem Schreiben, in dem das Kavaliershaus als Preisträger vorgeschlagen wurde: „Beeindruckend ist dabei die Breite der Veranstaltungsformen – Von Musikabenden und Konzerten über die beliebten Verkostungen bis hin zu lauschigen Weinschmeckerabenden“, wird das kulturelle Angebot des Kavaliershauses gelobt. Mit Blick auf die inzwischen zehn Jahre, in denen Annegret Spillner das Haus leitet, merkte Kokot an, dass der Weg durchaus steinig war. „Frau Spillner wurde anfangs teilweise belächelt und der ein oder andere Traum platzte, doch sie blieb hartnäckig. Heute ist das Krumker Kavaliershaus für Besucher und Künstler ein Ort, der einen guten Klang hat und zu dem viele immer wieder gerne kommen.“

Musiker Max Heckel sorgte für das kulturelle Rahmenprogramm. Er sang einige Lieder und trug kurze Geschichten und Gedichten vor, die er unter dem Titel „Geschichten einer altmärkischen Kindheit und Jugend“ in einem Buch veröffentlicht hat. Wie etwa die Episode, dass er als Vierjähriger einmal die nerven seiner Mutter in einem Supermarkt arg strapazierte, nur weil er ihre Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte. „Ich brauchte als Kind ständig Aufmerksamkeit und heute ist das eigentlich immer noch so.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare