Bundesweiter Aktionstag für Corona-Tote

Gedenken an Pandemie-Opfer in Stendal

Bürger auf dem Stendaler Marktplatz gedenken der Corona-Toten im Rahmen eines bundesweiten Gedenktages
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Etwa 40 Teilnehmer waren dem Aufruf der Stadt zum Gedenken an die Opfer der Pandemie gefolgt und versammelten sich auf dem Marktplatz.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lud Städte und Gemeinden dazu ein deutschlandweit am 18. April in der Pandemie Verstorbener zu gedenken.

Diesem Aufruf folgte am Sonntagvormittag die Hansestadt Stendal. Vor dem Rathaus wurde eine Stelle eingerichtet, an dem die Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag Blumen niederlegen und Kerzen entzünden konnten. Auf dem Marktplatz versammelten sich ungefähr 40 Stendalerinnen und Stendaler, darunter befanden sich auch einige Stadträte. Unter dem Glockenschlag der Marienkirche entzündete Oberbürgermeister Klaus Schmotz die erste Kerze und fand tröstende, aber auch mahnende Worte.

Seit dem weltweiten Ausbruch des Coronavirus im März 2020 haben sich bereits hunderte Menschen im Landkreis Stendal mit dieser Krankheit infiziert. Viel zu viele von ihnen würden ihr Leben verlieren, müssten intensiv versorgt werden oder haben seitdem mit langwierigen Folgeerscheinungen zu kämpfen. Auch Menschen, die unabhängig von der Pandemie ihr Leben verloren haben, litten unter den notwendigen Kontaktbeschränkungen und konnten sich nicht von ihren Angehörigen verabschieden.

Die Pandemie schlage noch immer tiefe Furchen in das Leben vieler Menschen. Im letzten Jahr habe die Hoffnung bestanden, dass es schnell vorbeigehe. Doch heute wüssten wir, dass uns die Pandemie noch eine Weile beschäftigen werde. „Wir gedenken nicht nur denen die ihr Leben ließen, sondern auch an all diejenigen, die sich für die Gesellschaft stark machen, wie Feuerwehrleute, Pflegekräfte, Verkäufer und alle die die unter erschwerten Bedingungen ihrer Arbeit nach gehen“, zollte Schmotz den genannten Berufsgruppen großen Respekt. Die Pandemie hinterlasse Spuren bei Kindern, Künstlern und allen die ihren Beruf nicht ausüben dürfen. Auch wenn es unterschiedliche Meinungen gebe, die Verantwortlichen hätten sicherlich nicht leichtsinnig entschieden, den Menschen einschneidende Beschränkungen aufzuerlegen. Unter Berücksichtigung der geltenden Kontaktbeschränkungen wurden die freien Flächen auf dem Marktplatz genutzt.

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